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Titel: Klinische Relevanz der Bindungstheorie in der therapeutischen Arbeit mit Kleinkindern und deren Eltern
Sonstige Titel: Clinical relevance of attachment theory for the infant-parent-psychotherapy
Autor(en): Hédervári-Heller, Éva
Erscheinungsdatum: 2000
Zusammenfassung: Die Relevanz der Bindungstheorie für die psychotherapeutische Praxis gewann seit Anfang der neunziger Jahre zunehmend an Bedeutung. Bei Mangel an empirischen Belegen geht es zunächst nur um konzeptionelle Überlegungen, die jedoch für die therapeutische Praxis brauchbare Anregungen bieten können. Anhand eines Fallbeispiels aus einer siebenstündigen psychotherapeutischen Behandlung eines vier Monate alten Säuglings und deren Eltern wird in diesem Beitrag die Einbeziehung bindungstheoretischer Konzepte in die Eltern-Kleinkind-Therapie diskutiert. Die Eltern-KleinkindTherapie ist eine Behandlungsmethode, die in Deutschland auf die Initiative von Mechthild Papoušek, Begründerin der "Schreiambulanz" in München, eine größere Verbreitung fand und sich mit Verhaltensregulationsstörungen von Säuglingen und Kleinkindern befaßt. Eine Verhaltensregulationsstörung führt unabhängig vom Kernsymptom und unabhängig von den Entstehungsursachen häufig zur Beeinträchtigung der Mutter-Kind-Interaktion und der Entstehung einer sicheren Bindungsorganisation des Kindes. Die Beobachtung wichtiger bindungsrelevanter Inhalte wie z.B. des Bindungs- und Explorationsverhalten des Kindes sowie der Feinfühligkeit der Mutter auf Signale des Kindes zu reagieren, erlauben eine neue Sichtweise der therapeutischen Intervention.
Since the beginning of the 1990s, the relevance of the attachment theory has gained increasing significance for psychotherapeutic practice. Due to the lack of empirical proof, the only feasible approach, for the time being, are conceptional deliberations, which, however, offer useful ideas for the practical work. Based on an case record obtained from the psychotherapeutic treatment of a 4-month-old suckling and his parents, this article attempts to discuss the incorporation of attachment-theoretical concepts into infant-parent psychotherapy. Infant-parent psychotherapy constitutes a treatment method which, on the initiative of Mechthild Papoušek, founder of the "Munich interdisciplinary intervention Program", has enjoyed larger-scale dissemination and deals with regulatory disturbances in infancy. Irrespective of core symptoms and their etiology, regulatory disturbances often lead to impaired motherchild interactions and formation of secure attachment organization of the child. The observation of essential, attachment-relevant contents, such es, for instance, the child's attachment and exploratory behavior an the maternal sensitivity to signals emanating from the child gives rise to novel viewpoints regarding therapeutic interventions.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2502
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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