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Titel: Unterschiede in der Beurteilung 9- bis 14jähriger Söhne geschiedener und nicht geschiedener Eltern
Sonstige Titel: Differences in ratings of 9- to 14 years old sons of divorced and non-divorced parents
Autor(en): Böhm, Birgit
Emslander, Christina
Grossmann, Klaus
Erscheinungsdatum: 2001
Zusammenfassung: Achtundzwanzig 9- bis 14jährige Jungen, deren Eltern sich ca. zwei Jahre vor der Erhebung getrennt hatten, wurden mit 26 9- bis 14ährigen Jungen, deren Eltern zusammenleben, verglichen. Selbst- und Fremdeinschätzung durch Mütter, Väter, Freunde und Untersucherinnen wurde durch den California Child Q-Sort (Block u. Block 1980) erhoben. Jungen der Scheidungsgruppe fühlten sich stark belastet, zeigten dies aber nicht. Sie suchten nach Bestätigung des Umfelds. Sie ließen geringeren Selbstwert und mehr Hilflosigkeit erkennen, nicht aber dissoziales Verhalten. Jungen mit einer unterstützenden Repräsentation der Mutter, unabhängig vom Scheidungsstatus der Eltern, waren ich-flexibler, hatten einen höheren Selbstwert, fühlten sich zwar hilfloser, wurden aber von ihrem Umfeld für weniger hilflos gehalten, zeigten weniger dissoziales und mehr soziales Verhalten, beurteilten sich als "einfühlsamer" und gaben an, bessere Beziehungen zu anderen Kindern zu haben. Positive Einflüsse einer unterstützenden Repräsentation des Vaters zeigten sich nur in der Kontrollgruppe. Die Ergebnisse werden auf dem Hintergrund qualitativer Unterschiede sprachlicher Narrativa bindungstheoretisch interpretiert.
Twentyeight 9- to 14 years old boys from divorced families were compared with twenty-six 9- to 14 years old boys from two-parent families. Californian Child Q-Sort assessments (Block and Block 1980) were obtained from themselves, as well as from mother, father, a friend, and from the trained interviewer. Boys with divorced parents indicated more stress without showing it to others. They longed for appreciation from the others, showed lower self-esteem and more helplessness, but not more dissocial behavior. Supportive representation of their mother correlated positively with ego-resiliency and self-esteem, and negatively with helplessness, while others did not seem to notice the boys' helplessness. They indicated less dissocial and more social behavior, they were more sensitive and had better relations with other children. Supportive representation of fathers was beneficial only for the control group. The data correspond to differences in quality of narrative language published previously. They are discussed from an attachment theory perspective.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2528
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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