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Titel: Evaluation einer Integrativen Gruppentherapie mit Kindern
Sonstige Titel: Evaluation of integrative group therapy with children
Autor(en): Hain, Cornelia
Többen, Birgit
Schulz, Wolfgang
Erscheinungsdatum: 2001
Zusammenfassung: Das Ziel dieser Studie besteht in der Wirksamkeitsüberprüfung einer Integrativen Gruppentherapie mit Kindern eines sozialen Brennpunktgebietes. Untersucht wurde eine sich über 22 Therapiesitzungen erstreckende Gruppentherapie, an der sechs "marginalisierte Kinder" im Alter von sieben bis neun Jahren einer zweiten Grundschulklasse teilnahmen. Die Kinder litten unter erheblichen Schulleistungs- sowie Konzentrations- und Aufmerksamkeitsproblemen. Bei drei Kindern war das differenzierende Merkmal Aggressivität, bei zwei Kindern soziale Zurückgezogenheit und Unsicherheit, bei einem Kind psychosomatische Beschwerden. Der Behandlungserfolg wurde durch verschiedene Zielbereiche bestimmt (Symptomatik, adaptive Funktionen, individuelle Therapieziele, Beurteilung der Behandlung), die von unterschiedlichen Bezugspersonen beurteilt wurden (Eltern, Lehrer, Therapeuten). Den Ergebnissen zufolge muß die Wirksamkeit der Integrativen Gruppentherapie mit Kindern als nicht befriedigend angesehen werden. Die durchschnittliche Effektstärke (gemittelt über alle Skalen des CBCL und TRF) beträgt 0.32. Berücksichtigt man nur die Skalen, in denen es bei der Prämessung Auffälligkeiten gab, beträgt die durchschnittliche Effektstärke 0.39. Nach der Einzelfallauswertung kann bei einem Kind von einem Behandlungserfolg gesprochen werden, bei einem Kind wurde eine eindeutig negative Entwicklung festgestellt, und bei vier Kindern konnten keine bzw. leichte positive Veränderungen registriert werden. Bei Kindern mit einer aggressiven Problematik scheint die Integrative Gruppentherapie nicht indiziert zu sein. Abschließend werden die Ergebnisse diskutiert und Vorschläge für eine Verbesserung der Behandlung unterbreitet.
The purpose of this study consists in the investigation of the effectiveness of an Integrative Group Therapy involving children from a social focus area. The research has been made on a group therapy covering a total of 22 therapeutic sessions with six "marginalised children" aged seven to nine attending the second class of a primary school. The children suffered from considerable concentration and attention problems affecting their achievements at school. The dominating symptom with three of these children has been aggressiveness, with two of them it has been social withdrawal and insecurity and one child suffered from psychosomatic complaints. The success of the treatment was determined by different target areas (symptomatic features, adaptive function, individual therapeutic goals, assessment of the treatment), having been assessed by different persons of reference (parents, teachers, therapists). According to the results the effectiveness of the Integrative Group Therapy with children has to be regarded unsatisfactory. The average effect size (averaged over all the scales of CBCL and TRF) amounts to 0.32. Considering only those scales where there have been peculiarities at the preliminary measuring, the average effect size amounts to 0.39. According to the individual case evaluation the treatment may be considered successful with one child, yet with another child a definite negative development has been noticed, and with four of the children no or slightly positive changes have been registered. The Integrative Group Therapy seems to be inapplicable to children with aggressive problems. In conclusion the results will be discussed and proposals for an improvement of the treatment are being made.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2551
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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