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Titel: Behandlungsabbrüche in einer kinder- und jugendpsychiatrischen Ambulanz in Basel: eine Evaluation im Rahmen der Qualitätssicherung
Sonstige Titel: Dropping-out at a child psychiatry outpatient clinic in Basel: An evaluation for quality control
Autor(en): Di Gallo, Alain
Amsler, Felix
Bürgin, Dieter
Erscheinungsdatum: 2002
Zusammenfassung: Behandlungsabbrüche in der Kinder- und Jugendpsychiatrie sind häufig und die Studien zu diesem Thema zahlreich. Versuche, allgemein gültige, mit Abbrüchen assoziierte Kriterien zu erstellen, ergaben widersprüchliche Ergebnisse. In der berichteten Untersuchung wurden während zweier Erhebungsperioden Faktoren evaluiert, die das Abbruchverhalten in einer kinderpsychiatrischen Ambulanz in Basel beeinflußten. Zwischenzeitlich wurden die Ergebnisse der ersten Erhebungsperiode dem Behandlungsteam vorgestellt und diskutiert. In der ersten Phase brachen Patienten, die von somatischen Spitälern zur konsiliarischen Beurteilung oder als Notfälle zugewiesen wurden, im Vergleich zum Gesamtkollektiv häufiger ab. Patienten, die auf unfreiwilliger Basis zugewiesen wurden, brachen seltener ab. Die zweite Erhebungsperiode zeigte einen signifikanten Rückgang der Gesamtzahl der Abbrüche und der Abbrüche bei Notfallkonsultationen. Der Grund könnte bei einer sorgfältigeren Auftragsklärung und daraus folgender höherer Kongruenz zwischen den Erwartungen der Patienten und den Angeboten der Klinik liegen. Zukünftige Studien zum Thema Behandlungsabbrüche in der Kinder- und Jugendpsychiatrie sollten sich auf klar definierte klinische Situationen und Patientenkollektive beschränken und die Erwartungen der Patienten sowie die therapeutische Beziehung einschließen.
Attrition in child and adolescent psychiatry occurs frequently and has often been investigated. Attempts to establish general criteria that are associated with dropping-out have produced contradictory results. In the present study, factors that influenced attrition at a child psychiatry outpatient clinic in Basel were assessed during two separate periods. Between the two assessments, the results of the first period were presented to the staff and were discussed. At first assessment, attrition was increased in patients who were referred as emergencies or by somatic hospitals. In contrast, attrition was low in patients who were referred involuntarily. At second assessment, there was a significant decrease in dropping-out for the total sample and for emergencies. This result may be explained by a more careful clarification of the setting before first consultation and, as a consequence, by higher congruence between patients' expectations and the clinic's offers. Further studies on the subject of attrition in child and adolescent psychiatry should focus on clearly defined clinical situations and samples and include measures of patients' expectations as well as of the therapeutic relationship.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2600
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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