Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2608
Titel: Diagnosis Related Groups (DRG) in der Kinder- und Jugendpsychiatrie: Ergebnisse einer prospektiven Pilotstudie
Sonstige Titel: Diagnosis related groups (DRG) in child and adolescent psychiatry: A prospective pilot study
Autor(en): Huss, Michael
Völger, Margot
Pfeiffer, Ernst
Lehmkuhl, Ulrike
Erscheinungsdatum: 2002
Zusammenfassung: Das Gesundheitswesen der Bundesrepublik Deutschland steht nach Expertenmeinung vor einer der größten "Revolutionen" seiner Geschichte. Wie die Bundesregierung in Zusammenarbeit mit Vertretern der Krankenhäuser und der Versicherungen beschlossen hat, werden ab dem 1.1.2003 alle stationären Behandlungen nur noch pauschal auf der Grundlage australischer diagnose-bezogener Gruppen (Australian Refined Diagnosis-Related Groups; AR-DRG) vergütet. Um einheitliche DRGs definieren und eine realistische Berechnung der Behandlungskosten vornehmen zu können, sind die Krankenhäuser gehalten, prospektive Erhebungen durchzuführen. Sowohl die Erwachsenenpsychiatrie als auch die Kinder- und Jugendpsychiatrie wurden bislang von der Einführung der DRGs ausgenommen. Die Mehrzahl der Experten erwarten jedoch, daß unter dem Druck nach kurzen Liegezeiten in allen nicht-psychiatrischen Fächern ein erheblicher Profilwandel der Psychiatrie-Patienten erfolgt (z.B. ehemals internistische Patienten mit zusätzlichem psychiatrischen Leiden). Änderungen in dem psychiatrischen Vergütungssystem sind daher unausweichlich. Im Rahmen der DRG-Pilotphase wurde ein auf die Kinder- und Jugendpsychiatrie abgestimmter Prozedurenkatalog erstellt und an 102 konsekutiv aufgenommenen Patienten der Kinder- und Jugendpsychiatrie erprobt. In der Summe ergeben sich 17.019 prospektiv erhobene Prozeduren. Nach klinischen Gesichtspunkten wurden 11 Gruppen "typischer" Erkrankungen analysiert. In den Gruppen der Zwangsstörungen, Persönlichkeitsstörungen und der Eßstörungen konnten die Behandlungskosten am schlechtesten vorhergesagt werden. Komorbidität und Komplexität der Störungen hatten keinen Einfluß auf die Dauer der stationären Behandlung. Implikationen für zukünftige Vergütungssysteme in der Kinder- und Jugendpsychiatrie werden erörtert.
Germany faces one of the biggest 'revolutions' in the health care system. As decided by the government in cooperation with medical boards and insurances, beginning with January 1 st , 2003 all inpatient treatments will be paid on the basis of adapted Australian-Refined Diagnosis Related Groups. To date, hospitals are requested to obtain prospective databases in order to cluster homogeneous diagnostic groups and calculate realistic treatment-costs. Both psychiatry and child and adolescent psychiatry are so far excluded from the introduction of DRGs. However, most experts predict extensive shifts of patients into psychiatry (i.e. with comorbid internal diseases) under the pressure of short treatments in all non-psychiatric disciplines. Therefore, changes in the payment of psychiatric treatments are inevitably. As part of the DRG pilot-study, we created a catalogue adapted to child and adolescent psychiatry, which was used for 102 consecutively treated inpatients of a child and adolescent hospital. A total of 17.019 prospectively assessed procedures were obtained. Under clinical aspects, 11 categories of 'typical' disorders were analysed. Worst predictability of treatment costs was found for obsessive-compulsive disorders, personality disorders, and eating disorders. Comorbidity and complexity of the disorder was not related to the length of hospital treatment. Implications on future payment systems in child and adolescent psychiatry are discussed.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2608
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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