Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/261
Titel: Wozu fair kündigen? Der Einfluss prozeduraler und interaktionaler Gerechtigkeits-wahrnehmung während des Personalentlassungsprozesses auf die Bewältigung des Arbeitsplatzverlustes
Autor(en): Bennecke, Jutta
Erscheinungsdatum: 2004
Zusammenfassung: In der vorliegenden Untersuchung wird der Einfluss der prozeduralen und interaktionalen Gerechtigkeitswahrnehmung während des Personalentlassungsprozesses auf die Bewältigung des Arbeitsplatzverlustes untersucht. Die sozialpsychologische Gerechtigkeitsforschung hat in verschiedensten Kontexten belegt, dass die Gerechtigkeitswahrnehmung einer Person Einflüsse auf Verhalten, Kognitionen und Emotionen hat. Obwohl viele Menschen von Personalentlassungsprozessen betroffen sind, wurde diese Thema in der Gerechtigkeitsforschung stark vernachlässigt. So gibt es fast keine Studien darüber, inwiefern die Art des Entlassungsprozesses das Verhalten und Erleben einer Person nach der Entlassung beeinflusst und ob Fairnessüberlegungen bei den Copingprozessen eine Rolle spielen. Darüber zu forschen ist wichtig, um als förderlich erlebte Bedingungen für die Bewältigung der Arbeitslosigkeit zu schaffen. Anhand der instrumentellen und relationalen Theorien der Verfahrensgerechtigkeit sowie des coping with job loss models von Latack, Kinicki und Prussia (1995) wurden daher Hypothesen darüber abgeleitet, inwiefern die Gerechtigkeitswahrnehmung und die vermittelnden Konstrukte des Selbstwertgefühls, der Verantwortungsattribution, der Kontrollüberzeugungen, der Sensibilität für Ungerechtigkeit und des Gerechte-Welt-Glaubens eine Einfluss auf das Coping mit dem Arbeitsplatzverlust haben. Um die Hypothesen zu überprüfen wurde eine Fragebogenstudie mit 167 betriebsbedingt Ent-lassenen aus ganz Deutschland durchgeführt. So konnte ein Modell des Coping mit dem Arbeitsplatzverlust aufgestellt werden. Dieses theoretisch hergeleitete Modell wurde mittels Regressionsanalysen überprüft. Dabei zeigte sich, dass alle der untersuchten Variablen zum Verständnis des Copingverhaltens aufschlussreich sind. Die Gerechtigkeitswahrnehmung hat alleingenommen einen u-förmigen Einfluss auf kontrollierendes Coping und Eingebunden in das Pfadmodell indirekte Effekte über die anderen Variablen.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/261
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