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Titel: Familiäre Körperkonzepte und Krankheitsattributionen bei primären Kopfschmerzen im Kindes- und Jugendalter
Sonstige Titel: Family body concepts and family illness attributions in primary headache inchildhood and adolescence
Autor(en): Ochs, Matthias
Seemann, Hanne
Franck, Gideon
Verres, Rolf
Schweitzer, Jochen
Erscheinungsdatum: 2002
Zusammenfassung: In den letzten Jahren haben sich die empirischen Hinweise für die maßgebliche Rolle der Familie bei primären Kopfschmerzen im Kindes- und Jugendalter gemehrt. Teilweise unklar sind allerdings noch die konkreten Zusammenhänge zwischen Krankheitsgeschehen und Familieninteraktion. Aus konstruktivistischer Perspektive erscheint hierbei eine Fokussierung auf soziokognitive Faktoren sinnvoll. In dieser Studie wird anhand explorativer Ergebnisse auf der Basis von Fragebögen an n=39 Familien mit einem Kind bzw. Jugendlichen mit Spannungskopfschmerzen und/oder Migräne geprüft, ob familiäre Körperkonzepte und Kopfschmerzattributionen hierbei von Bedeutung sein können. In Relation zu einer Vergleichsstichprobe geben Indexpatienten sowie Väter und Mütter der Kopfschmerz-Stichprobe ein geringeres Ausmaß an positiver Bewertung des eigenen Körpers und innerer Körperaufmerksamkeit an. Außerdem neigen Indexpatienten und deren Väter und Mütter zu ähnlichen Attributionspräferenzen im Bezug auf die Kopfschmerzen. Diese Ergebnisse werden am Beispiel von Kasuistiken illustriert und als Hinweis dafür diskutiert, daß die Exploration familiärer Körperkonzepte und Attributionspräferenzen in der Behandlung pädiatrischer Kopfschmerzen hilfreich sein kann.
Empirical evidence of the important role of the family in primary pediatric headache has grown significantly in the last few years. The connections between the process of dysfunction and family interaction are, however, still partly unclear. From a constructivistic point of view, a suitable approach is to focus on social-cognitive factors. In this study, we tested on the basis of exploratory results gained from family questionnaires (n=39 families with a child or an adolescent suffering from tension-type headache and/or migraine) whether family body concepts and family headache attributions are relevant in this connection. In relation to a comparison sample, index patients and their mothers and fathers evaluated their own body less positively and displayed a lower level of inner body consciousness. In addition, index patients and their fathers and mothers tend to have similar attribution preferences with regard to headache. These results are illustrated with the aid of case reports and are discussed as an indication that the exploration of family body concepts and attribution preferences may be clincally useful in the treatment of pediatric headache.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2611
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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