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Titel: Soll eine Jugendpsychiatrische Klinik offen geführt werden? - Erste Auswertung von sieben Jahren Erfahrung
Sonstige Titel: Should a psychiatric inpatient treatment of adolescents take place in an open ward? Data from seven years of experience
Autor(en): Meng, Heiner
Bürgin, Dieter
Erscheinungsdatum: 2002
Zusammenfassung: Die Jugendpsychiatrische Abteilung (JPA) der Kinder- und Jugendpsychiatrischen Universitätsklinik und Poliklinik Basel (KJUP) wurde nach einer kontrovers geführten Diskussion vor sieben Jahren als offene Akutabteilung eröffnet. Bis heute sind über 22.000 Pflegetage zu verzeichnen. Die behandelten Patienten litten an Störungen aus dem Gesamtbereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Das Wegfallen der Versuchung, die Energie der Auseinandersetzung in das Überwinden von Sicherungssystemen zu lenken, führte zu einer vertieften Auseinandersetzung innerhalb der angebotenen Beziehungen. Der Akutbehandlung Jugendlicher im offenen Rahmen sind Grenzen gesetzt. Sie läßt sich nur realisieren mit der Möglichkeit, Patienten notfalls kurzzeitig in eine geschlossene Abteilung zu verlegen. In der Beobachtungsperiode mußte von diesem Angebot der Psychiatrischen Universitätsklinik zwar oft im Verhandlungsgespräch mit Patienten, effektiv aber nur in 0.05‰ der Pflegetage (d.h. 13mal) Gebrauch gemacht werden. Sechs dieser Patienten konnten nach kurzer Zeit wieder zurückgenommen werden. Damit konnten in allen übrigen Situationen die Vorteile des offenen Rahmens für die Behandlung voll genutzt werden.
After a controversial discussion, the adolescent department of the child and adolescent psychiatry clinic of the university of Basle (KJUP) opened seven years ago as an open ward for the treatment of acute psychiatric breakdowns in adolescents. Meanwhile more than 22.000 days of care have been provided. The patients suffered from the whole range of psychiatric illnesses. The lack of possibilities to engage in an examination of security measures lead to an increased involvement in relationships between patients and his/her parents and the staff. Yet there are limits in treating psychiatric patients in an open ward. A conditio sine qua non is the possibility to hospitalise patients in peaks of crisis in the locked ward of the adult department of the university clinic. In the first seven years, 13 patients had to be transferred to the locked ward for a total of 0.05 ‰ of the days of care, 6 of whom returned to the adolescent department after a short while (2.6 days in average). In the rest of the time, the advantages of an open setting could be used to the full extent.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2620
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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