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Titel: Veränderung durch Forschung - Die multiplen Aufträge und Ziele eines Praxisforschungsmodellprojekts zur Thematik der sexuellen Selbstbestimmung und sexuellen Gewalt in Institutionen für Menschen mit geistiger Behinderung
Sonstige Titel: Action research in benefit of children and adolescents and adult persons with learning difficulties. Different aims of a practical research project on sexual abuse and sexual self determination in care giving institutions
Autor(en): Fegert, Jörg M.
Erscheinungsdatum: 2002
Zusammenfassung: Der Beitrag gibt einen Überblick über Spezifika, Hindernisse und korrigierende Erfahrungen während eines laufenden Forschungsprozesses in zwei Einrichtungen zur Betreuung behinderter Menschen. Wissenschaftliche Erkenntnis ist zentral von Interesselagen und Abhängigkeitsstrukturen mitbestimmt (Habermas 1973). Gerade bei einem Forschungsprojekt, welches sich einem Thema im gesellschaftlichen Tabubereich der Betreuung von Menschen mit geistiger Behinderung in Einrichtungen zuwendet, erscheint es uns wichtig, neben den Ergebnissen auch die Eindrücke bei der Implementierung des Forschungsprozesses wiederzugeben. Dargelegt wird am Beispiel des konkreten Projekts eine Auseinandersetzung über Action Research in der kinder- und jugendpsychiatrischen Versorgungsforschung. Solche Art Forschung verstößt gegen verschiedene wissenschaftliche Paradigmen, insbesondere gegen das der Nichtbeeinflussung. Bei der Anlage des hier dargestellten Projekts wurde Beeinflussung und Veränderung geradezu mitkonzipiert. Ein Kontrollgruppendesign zur Veränderungsmessung war nicht möglich. Auch lagen keine entsprechenden Instrumente vor. Deshalb wurde methodisch ein qualitatives Vorgehen gewählt, welches durch einen regelmäßigen Interaktionsprozeß mit einem Fachbeirat gesteuert wurde.
The present article gives inside in research work in progress. Habermas (1973) pointed out the interdependency of economical motivational and other personal interests and the scientific results in research. Starting research on (sexual) self determination in institutions for mentally retarded people we were confronted with quite a number of conflicts of interests. The present article tries to clarify these conflicts from different perspectives e.g. the perspective of the management of the institutions, the perspective of the concerned inhabitants and the perspective of the caregivers. Describing the areas and hindrances we try to find out what sort of fascilitators are needed to improve the participation of mentally handicapped persons in this research process. From a methodological point of view we chose a qualitative approach to generate prototypes and controlled this approach by an expert committee. One of the main results is that a policy against sexual abuse in these institutions has to be part of the general quality discussion.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2643
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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