Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2668
Titel: Modifikation von selbstverletzend-destruktivem Verhalten - Eine einzelfallanalytische Interventionsstudie bei einem Jungen einer Schule für geistig Behinderte
Sonstige Titel: Modification of self-injurious, destructive behavior – A single case intervention study of a boy attending a school for the intellectually handicapped
Autor(en): Lauth, Gerhard W.
Weiß, Saskia R.
Erscheinungsdatum: 2003
Zusammenfassung: Die vorliegende Studie analysiert das selbstverletzend-destruktive Verhalten eines retardierten 10-jährigen Jungen, der durch Widerstand gegen Anforderungen sowie Selbst- und Fremdaggression auffällt. Dieses Verhalten tritt in kritischen Situationen (Anweisungen befolgen, etwas versagt bekommen) auf. Es wird durch negative Verstärkungen (Abwendung, Anforderungen erlassen) aufrechterhalten. Die Intervention erfolgt im Mediatorenkonzept mit den beiden Lehrerinnen und der Mutter des Jungen. Sie lernen, wirksame Anforderungen zu stellen, die Regelbefolgung positiv zu verstärken und abweichendes Verhalten per Überkorrektur (over correction) zu sanktionieren. Die Effekte der Intervention werden anhand von vier Verhaltensproblemen (Auftreten von oppositionellem Trotzverhalten, selbstverletzendem Verhalten, fremdaggressivem Verhalten, Abtauchen) über insgesamt 80 Messungen in einem Multiplen-Grundraten-Versuchsplan (Replikation über Verhaltensweisen) erfasst. Die Intervention reduziert das destruktive Verhalten des Jungen. Eine Nachuntersuchung nach 10 Monaten belegt, dass keinerlei Verhaltensprobleme mehr bestehen. Schlagwörter: Selbstverletzendes Verhalten - Intervention - Retardierung - oppositionelles Trotzverhalten - Mediatorensystem
The present study analysed the self-injurious, destructive behaviour of a mentally retarded boy, ten years of age which was generally noticed through his resistance to demands and because of his self-destructive behaviour and aggressions against others. This behaviour appeared in critical situations (following instructions; not getting something). It is maintained by positive (getting attention) and negative reinforcement (let off demands). The interventions followed the mediating concept, including both female teachers and the mother of the boy. They were instructed to set effective demands, to give positive reinforcement for following rules and to sanction deviant behaviour by over correction. The effects of the intervention were measured through four problem behaviours (oppositional defiant behaviour, self-injurious behaviour, aggressive behaviour against others, evading) with 80 measurements in a multiple baseline analysis (replication over behaviours). The interventions reduced the destructive behaviours of the boy. A follow-up after 10 months proved that no problem behaviours were noticeable anymore. Keywords: Self-injurious behavior - intervention - retardation - oppositional deviant behav- ior - mediating concept
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2668
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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