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Titel: Verlaufsprädiktoren mittelfristiger stationärer Behandlungen im Längsschnitt - Gibt es eine Untergrenze stationärer Verweildauern?
Sonstige Titel: A longitudinal view on inpatient treatment duration – Is there a lower limit to length of stay in child and adolescent psychiatry?
Autor(en): Schepker, Renate
Grabbe, Yvonne
Jahn, Karen
Erscheinungsdatum: 2003
Zusammenfassung: An drei Jahrgangskohorten stationärer mittelfristiger kinder- und jugendpsychiatrischer Behandlungen wurde (unter Ausschluss von Abbrechern, Krisenbehandlungen unter 14 Tagen, Langzeitbehandlungen über 250 Tagen, n = 1.230) auch bei sinkender Durchschnittsverweildauer ein Prädiktor für die individuelle Behandlungsdauer repliziert, der sich aus dem psychopathologischen Befund CASCAP, Motivationsvariablen und Variablen der sozialen Funktionsbereiche zusammensetzt. ICD-10-Diagnosen hatten keinen Einfluss auf die Behandlungsdauer. Verbesserungen hinsichtlich der MAS-Achse VI benötigten mehr Zeit als Verbesserungen der Symptomatik zwischen Aufnahme- und Entlasszeitpunkt, beide korrelierten hoch mit der Behandlungsdauer. Unverändert entlassene Patienten zeigten eine niedrigere Durchschnittsverweildauer. Eine Mindestdauer effektiver Behandlungen lässt sich bei circa 55 Tagen hinsichtlich einer Symptombesserung erschließen. DRG (Diagnosis Related Groups) sind nach diesen Ergebnissen kein adäquates Instrument zur Bestimmung von Fallkosten in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Schlagwörter: Verwieldauer - DRG - psychosoziales Funktionsniveau - Symptombesserung.
A predictor for the individual length of stay (ILOS) was stable for 3 consecutive cohorts of annual inpatient admissions (n = 1.230, excluding drop-outs, crisis interventions for 14 days and less, longterm treatment for 250 days and more), in spite of decreasing average length of stay (ALOS). The predictor consists of CASCAP psychopathology variables, motivational and social functioning variables assessed by the therapist. ICD-10-diagnoses had no influence on ILOS. Improvement on MAS axis VI needed longer average LOS than improvement in symptoms. Unchanged patients had shorter LOS than improved ones, the lower limit of effective LOS being more than about 55 days for improvement of symptoms. Due to our findings, DRGs are not an adequate instrument to determine reimbursement of inpatient treatment in child and adolescent psychiatry. Keywords: Length of stay - DRG - CGAS - symptom improvement
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2688
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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