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Titel: Neue Formen arbeitszentrierter Lebensgestaltung von von Mitarbeitern und Gründern kleiner kleiner IT-Unternehmen. Forschungsbericht aus dem Projekt "KOMPETENT"
Autor(en): Ewers, Eyko
Hoff, Ernst-H.
Ulrike Schraps, Ulrike Schraps
Erscheinungsdatum: 2004
Serie/Report Nr.: Berichte aus dem Bereich "Arbeits-, Berufs- und Organisationspsychologie" der FU Berlin;25
Zusammenfassung: Im Mittelpunkt des vorliegenden Forschungsberichtes stehen Ergebnisse zur Arbeits- und Lebensgestaltung von 85 jungen GründerInnen und MitarbeiterInnen, die überwiegend in kleinen neugegründeten Unternehmen (sog. "Startups") im IT-Bereich beschäftigt sind. Die Befunde basieren auf einer ersten Serie von Interviews im Rahmen des BMBF-Projekts "KOMPETENT", das als Längsschnittstudie mit zwei Interview-Erhebungen und einer da-zwischen fortlaufenden Online-Befragung angelegt ist. Die Befunde der ersten Interviewserie zeigen, dass bei einer Mehrheit der Befragten neue Formen der Lebensgestaltung dominieren, die durch eine (teilweise extrem) starke Arbeitszentrierung und Entgrenzung von Berufs- und Privatleben gekennzeichnet sind. Dabei lassen sich verschiedene Unterformen abgrenzen: (a) eine "Verschmelzung der Lebenssphären", bei der Arbeit und Freizeit eine inhaltliche Einheit bilden, (b) eine "extrem arbeitszentrierte Entgrenzung", bei die Arbeit das Privatleben nahezu vollständig "schluckt" sowie (c) eine "relativierte" Entgrenzung, bei der die extreme Domi-nanz des Berufs zugunsten einer inhaltlich stärker abgrenzbaren "Rest-Freizeit" nachlässt. Neben der Entgrenzung finden wir zudem stärker traditionale Formen einer Segmentation und einer Integration der Lebenssphären, wobei für beide Hauptformen jeweils eine "ausbalan-cierte" sowie eine "arbeitszentrierte" Unterform unterschieden werden kann. Diese insgesamt sieben Unterformen der Lebensgestaltung werden entlang verschiedener Merkmalsbereiche detailliert beschrieben und bezüglich ihrer Gemeinsamkeiten und Unterschiede diskutiert. Mit Blick auf die Entwicklung der Lebensgestaltungsformen, die im Längsschnitt noch genauer untersucht werden soll, zeigt sich bereits zum Zeitpunkt der ersten Erhebung Folgendes: Mehrheitlich wird die Entgrenzung als Lebensform kritisch reflektiert und als temporär begrenzt begriffen. Bei jungen Männern zeigen sich Übergänge von einer Entgrenzung zu einer Segmentation von Berufs- und Privatleben, bei Frauen dagegen vor allem Übergänge von Entgrenzung zu Integration. Solche Veränderungen ergeben sich im Zuge extern bedingter Krisen der kleinen Unternehmen sowie individuell angestoßener Familien-gründungen.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/271
Enthalten in den Sammlungen:Berichte aus dem Bereich "Arbeits-, Berufs- und Organisationspsychologie" der Freien Universität Berlin
PsyDok

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