Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2728
Titel: Angstträume bei neun- bis elfjährigen Kindern
Sonstige Titel: Anxiety dreams in 9- to 11-year-old children
Autor(en): Keßels, Tanja
Erscheinungsdatum: 2004
Zusammenfassung: In der vorliegenden Studie wurde das Angsttraumerleben neun- bis elfjähriger Kinder untersucht. Hierzu wurden 103 Kinder mittels eines Traumfragebogens retrospektiv zu ihren Angstträumen und deren Verarbeitung befragt. Ebenso wurde ihre allgemeine Ängstlichkeit durch einen Angstfragebogen erhoben. Mädchen hatten häufiger Angstträume als Jungen, obgleich sie sich nicht öfter an ihre Träume erinnerten. Mädchen träumten häufiger als Jungen vom Verlust einer anderen Person, zu fallen, von sozial ängstigenden Situationen und kleinen Tieren, von Tieren als Aggressoren, von Familienangehörigen (vor allem Geschwistern) und anderen bekannten weiblichen Personen. Die Träume spiegeln somit deutlich die Bedeutung sozialer Beziehungen im Leben der Mädchen wider. Die subjektiv erlebte Belastung durch Angstträume konnte nur teilweise mit deren Häufigkeit erklärt werden. Mädchen und allgemein ängstlichere Kinder beiderlei Geschlechts erwiesen sich als am stärksten belastet. Weiterführende Studien sollten vor allem das Erleben der Kinder untersuchen, wenn sie die Bedeutung von Angstträumen und deren Verarbeitung in der emotionalen Entwicklung von Kindern aufklären wollen. Dies könnte für die Prävention affektiver Störungen wichtig sein. Schlagwörter: Angstträume - Kinder - Trauminhalte - geschlechtsspezifische Unterschiede - Ängstlichkeit
The present study investigated anxiety dreams in 9- to 11-year-old children. 103 children completed a dream questionnaire, in which they were asked about their anxiety dreams and their coping with these dreams. Furthermore, they completed an anxiety inventory to measure their trait anxiety. Girls reported a higher frequency of anxiety dreams than boys, although they could not remember their dreams more often. Girls dreamt more often than boys of the loss of another person, of falling, of socially disturbing situations and small animals, of animals as aggressors, of family members (mainly siblings) and other female persons of known identity. Thus, the dreams clearly reflect the importance of social relationships in girls' lives. Stress from anxiety dreams could only partly be explained by their frequency. Girls and more anxious children of both sexes turned out to be stressed the most. Further studies may concentrate on children's inner experience, if they want to find out the meaning of anxiety dreams in children's emotional development. This could be important for the prevention of affective disorders. Keywords: anxiety dreams - children - dream content - gender differences - trait anxiety
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2728
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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