Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2744
Titel: Enuresis: Erklärungsansätze, Diagnostik und Interventionsverfahren
Sonstige Titel: Enuresis: pathogenesis, diagnostics, and interventions
Autor(en): Petermann, Franz
Hampel, Petra
Stauber, Tatiana
Erscheinungsdatum: 2004
Zusammenfassung: Die Überblicksarbeit stellt den aktuellen Forschungsstand zur Enuresis dar. Enuresis gehört zu den häufigsten Störungen im Kindesalter. In den letzten Jahrzehnten konnten viele Erkenntnisse zur Klassifikation, Ätiologie, Diagnostik und Therapie gewonnen werden. Mehrere Studien konnten zeigen, dass die bisherige Einteilung nach ICD-10 und DSM-IV in eine Enuresis nocturna, diurna und nocturna et diurna nicht mehr hinreichend ist; so stellt das Einnässen tagsüber eine heterogene Gruppe dar. Es werden heute verschiedene Formen funktioneller Harninkontinenz unterschieden, die einer differenzierten Diagnostik und Therapie bedürfen. Bei der Ätiologie kann von einem multimodalen Ursachenmodell ausgegangen werden. So kommen biologische Erklärungsansätze vor allem bei der primären Enuresis nocturna zum Tragen. Dagegen spielen psychosoziale Faktoren eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung der Erkrankung. Dies gilt insbesondere bei den sekundären Enuresisformen. Die Heterogenität der Enuresis muss auch in der Diagnostik und Therapie berücksichtigt werden. Bei der Behandlung der Enuresis nocturna kann auf gut evaluierte Therapieprogramme verwiesen werden, während zur Therapie der funktionellen Harninkontinenz bisher noch keine evaluierten Programme vorliegen. Schlagwörter: Enuresis - Inkontinenz - Therapie - Diagnostik
This review summarizes the current scientific knowledge on enuresis. Enuresis is one of the most common disorders in childhood. New conclusions on classification, aetiology, clinical diagnostics and therapy could be drawn in the past years. Thus, recent results have shown that the previous classification of enuresis into nocturnal, diurnal and diurnal and nocturnal forms which is suggested by DSM-IV and ICD-10 is not sufficient. Daytime wetting consists of a heterogeneous group of syndromes, which should be considered as functional urinary incontinence. Primary nocturnal enuresis is mainly caused by biological factors. In contrast, psychosocial factors play an important role in the manifestation of the disease, especially in secondary enuresis. Diagnostical and therapeutical concepts have to consider the heterogeneity of this disorder. Evaluation studies were supported by effective intervention programs for nocturnal enuresis. But benefical effects of treatments for functional urinary incontinence were not confirmed. Keywords: enuresis - incontinence - therapy - diagnosis
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2744
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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