Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2768
Titel: Ressourcenförderung als Basis von Projekten der Gewalt- und Suchtprävention
Sonstige Titel: Resource support as the basis of projects for the prevention of violence and addiction
Autor(en): Keupp, Heiner
Erscheinungsdatum: 2004
Zusammenfassung: Nachhaltig wirksame Projekte der Gewalt- und Suchtprävention müssen danach fragen, welche Ressourcen der Lebensbewältigung Heranwachsende benötigen. Ein zentrales Kriterium für gelingendes Leben ist die Schaffung einer inneren Lebenskohärenz und damit die Basis, sozial handlungsfähig werden zu können. In früheren gesellschaftlichen Epochen war die Bereitschaft zur Übernahme vorgefertigter Identitätspakete das zentrale Kriterium für Lebensbewältigung. Heute kommt es auf die individuelle Passungs- und Identitätsarbeit an, also auf die Fähigkeit zur Selbstorganisation, zum "Selbsttätigwerden" oder zur "Selbsteinbettung". Kinder und Jugendliche brauchen in ihrer Lebenswelt "Freiräume", um sich selbst zu entwerfen und gestaltend auf ihren Alltag einwirken zu können. Zukunftschancen von Heranwachsenden hängen von ihren Möglichkeiten ab, das "Handwerk der Freiheit" zu erlernen. Zukunftsfähige Schlüsselqualifikationen zur Lebensbewältigung im globalisierten digitalen Kapitalismus müssen Bildung als eigensinnigen Prozess begreifen, in dem die Selbstorganisationsfähigkeit des Subjektes optimal gefördert werden sollte, damit das Patchwork der eigenen Identität als selbstbestimmt-kreatives Projekt gelingen kann. Schlagwörter: reflexive Modernisierung - Identifikationsarbeit - psychosoziale Schlüsselqualifikationen - Empowerment - Partizipation
Lastingly effective projects for the prevention of violence and addiction must ask which resources adolescents require for coping with their lives. A central criteria for a successful life is the creation of coherence in one's inner life and thus the basis for becoming capable of functioning in society. In earlier social eras, the readiness to take on ready-made identity packages was the central criteria for coping with life. Today, this depends on individual adaptation and identity work, and thus the capability for self-organisation, for "intentionality" or "embedding". Children and young people need "free spaces" in their worlds, in order to be able to outline themselves and to act formatively upon their everyday environment. The future prospects of adolescents depend upon their options for learning the "craft of freedom". Sustainable key qualifications for coping with life in globalised, digital capitalism must grasp education as a hard-headed process in which the subject's capacity for self-organisation is to be given optimal encouragement, so that the patchwork of their own identity can succeed as a self-determined creative project. Keywords: reflexive modernization - identity work - psychosocial key qualifications - empowerment - participation
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2768
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

Dateien zu dieser Ressource:
Datei Beschreibung GrößeFormat 
53.20048_2_45214.pdf_new.pdf381,41 kBAdobe PDFÖffnen/Anzeigen


Alle Ressourcen in diesem Repository sind urheberrechtlich geschützt.