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Titel: Geschlechtseffekte und Entwicklungsverlauf im Stresserleben, der Stressverarbeitung, der körperlichen Beanspruchung und den psychischen Störungen bei Kindern und Jugendlichen
Sonstige Titel: Gender and developmental effects on perceived stress, coping, somatic symptoms and psychological disorders among children and adolescents
Autor(en): Hampel, Petra
Kümmel, Ursula
Meier, Manuela
Desman, Christiane
Dickow, Boris
Erscheinungsdatum: 2005
Zusammenfassung: Die einjährige Längsschnittstudie ging der Frage nach, ob sich das Stresserleben sozialer Belastungssituationen, die Stressverarbeitung, die körperliche Beanspruchungssymptomatik und die psychischen Störungen in Abhängigkeit vom Geschlecht und Entwicklungsverlauf unterscheiden. Außerdem wurde der Zusammenhang des Stresserlebens und der Stressverarbeitungsstile zum ersten Erhebungszeitpunkt mit dem Auftreten von psychischen Störungen zum zweiten Messzeitpunkt untersucht. In die Befragung zu beiden Messzeitpunkten gingen N = 169 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 10 und 13 Jahren aus Österreich ein. Verglichen mit den männlichen Kindern und Jugendlichen berichteten weibliche Kinder und Jugendliche generell über ein höheres Stresserleben, suchten mehr soziale Unterstützung und wiesen geringere Werte in dem Subtest "Ablenkung" auf. Außerdem gaben sie eine höhere Beanspruchungssymptomatik und eine erhöhte Ängstlichkeit/Depressivität an. Im Verlauf zeigte sich bei den Jungen eine Zunahme in den Ärgerkontrollproblemen und bei beiden Geschlechtern ein Anstieg in dem aggressiv-dissozialen Verhalten. Niedrige Ausprägungen in den emotionsregulierenden Bewältigungsstrategien "Ablenkung" und "Bagatellisierung" erwiesen sich als bedeutsame Risikofaktoren für die Entwicklung psychischer Störungen. Die Befunde unterstützen geschlechtsangepasste Konzeptionen primär- und sekundärpräventiver Stressbewältigungsmaßnahmen. Schlagwörter: Kinder und Jugendliche - Stresserleben - Stressverarbeitung - Anpassung
The aim of this one-year longitudinal study was to investigate gender and developmental effects on perceived stress related to interpersonal stressors, coping strategies, somatic symptoms and psychological disorders. Additionally, associations of perceived stress and coping styles at the first assessment with psychological problems at the second measurement were examined. In total, N = 169 Austrian children and adolescents (ages 10 to 13 years) participated in this self-report study. Compared to male children and adolescents, female counterparts scored higher on perceived stress related to interpersonal stressors and on social support but evaluated a lower amount of distraction. Moreover, girls reported higher levels of somatic symptoms and anxiety/depression. Boys showed a developmental increase in anger control problems and both genders showed developmental increases in antisocial behavior. Low levels of the emotion-focused coping strategies distraction and minimization were related longitudinally to emotional and behavioral disorders. The results support gender-adjusted stress management programs applied in the primary and secondary prevention. Key words: children and adolescents - perceived stress - coping - adjustment
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2793
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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