Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/283
Titel: Über die Angemessenheit verschiedener Analysemodelle zur Prüfung dreier Typen von Hypothesen über multivariate Zusammenhänge in Handlungsmodellen.
Autor(en): Schmitt, Manfred
Erscheinungsdatum: 1982
Serie/Report Nr.: Berichte aus der Arbeitsgruppe "Verantwortung, Gerechtigkeit, Moral"; 012
Zusammenfassung: Die vorliegende Arbeit ist im Rahmen des Forschungsprojektes "Entwicklung interpersonaler Verantwortlichkeit und interpersonaler Schuld" (MONTADA 1981) entstanden. Die in diesem Forschungsprojekt vertretene handlungstheoretische Sichtweise zeichnet sich unter anderem dadurch aus, daß normbezogenes Verhalten und seine Folgen (z.B. Schulderleben) als Ergebnis eines komplexen Wechselwirkungsprozesses zwischen mehreren personbezogenen und situationsbezogener Variablen verstanden wird (vgl. DALBERT 1982). Mit dieser Sichtweise wird bewußt der Anspruch möglichst sparsamer und möglichst allgemeingültiger Modelle zur Vorhersage und Erklärung von Verhalten aufgegeben. Die Psychologie kennt eine Vielzahl fehlgeschlagener Versuche, diesen Anspruch eines nomothetischen Wissenschaftsverständnisses einzulösen: Situationsorientierte, personorientierte und selbst "modern interaktionistisch" orientierte Versuche, Verhalten möglichst genau und sparsam vorherzusagen, waren in der Regel mit bescheidenem Erfolg gekrönt. Hinter dem differenzierten handlungstheoretischen Ansatz steht die Annahme, daß die mit einfachen Modellen nicht vorhersagbare Varianz des Kriteriumsverhaltens nicht (nur) "Fehlervarianz" ist, sondern systematische Varianz, die sich durch weitere Differenzierung des Vorhersagemodells aufklären läßt. Eine solche Differenzierung bedeutet (a) eine Erweiterung des Variablensatzes zur Beschreibung von Personen, Situationen und Person-Situation-Bezügen und impliziert (b), daß Zusammenhänge zwischen Variablen nicht über alle Personklassen, Situationsklassen und Klassen von Person-Situations-Bezügen generalisiert werden, sondern nur klassenspezifisch gültig sein sollen. Die vorliegende Arbeit diskutiert einige Implikationen, die Hypothesen über komplexe Beziehungen innerhalb des differenzierten Variablensatzes für die Datenanalyse haben. Es werden Überlegungen angestellt, welche Datenanalysemodelle der Prüfung welcher Art von Hypothesen angemessen sind. Zur Illustration werden einige Analysen eines fiktiven Datensatzes durchgeführt. Weil der im Rahmen des oben genannten Forschungsprojektes gewählte Weg der Quantifizierung der Person- und Situationsmerkmale nicht-experimentell ist, wird die Diskussion auf Modelle zur Analyse von Daten mit vorgefundener Variation, also nicht-experimenteller Daten, beschränkt bleiben.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/283
Enthalten in den Sammlungen:Berichte der Arbeitsgruppe "Verantwortung, Gerechtigkeit, Moral"
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