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Titel: Behandlung akuter Krisen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie
Sonstige Titel: Treatment of acute crisis in child and adolescent psychiatry
Autor(en): Walter, Joachim
Hoffmann, Sascha
Romer, Georg
Erscheinungsdatum: 2005
Zusammenfassung: Krise im kinder- und jugendpsychiatrischen Sinne ist regelhaft zu verstehen als ein einmaliger oder wiederholter Moment basal bedrohten Selbst- und Beziehungserlebens. Krisenaufnahmen müssen - soweit überhaupt notwendig - in einem gut vorbereiteten sozialen, rechtlichen und räumlichen Rahmen geschehen. Sowohl Patienten als auch ihr familiäres oder Jugendhilfe-Umfeld benötigen neben Klarheit und Struktur ein Gegenüber, das bereit ist, sich fallverantwortlich ambulant oder stationär, diagnostisch und therapeutisch handelnd auf das basale Erlebnis der Verunsicherung, Angst und des Orientierungsverlustes einzustellen. Dann besteht eine Chance, dass die Krisenlösung als basale, Halt gebende Erfahrung erlebt wird. Dabei spielt das szenische Erleben durch die Helfer, die gezeigte Symptomatik und die inszenierte Krisendynamik eine relevantere Rolle als die Diagnose an sich für die Handlungsfähigkeit im psychiatrischen Team. Der handlungsbestimmende und diagnostisch notwendige Prozess des Attunements an den Krisenpatienten wird beschrieben. Es wird ein Modell für ein psychodynamisches Krisenverständnis vorgestellt, mit dem die zur Krise führende Interferenz zwischen der Beziehungsdynamik der Auslösesituation und aktualisierten interpersonalen sowie intrapsychischen Konflikten beschrieben werden kann. Dieses kann dann zum Fokus der kurzfristigen Krisenintervention werden oder in einer anschließenden Behandlung aufgegriffen werden. Schlagwörter: Krisenintervention - kinder- und jugendpsychiatrische Notfälle - Behandlungskonzepte - Kooperation
Crises from the child and adolescent psychiatric point of view must be considered as unique or repeated moments of basic questioning of self-focused and relational perception. Hospitalisation if necessary depends on a well prepared social, legal, physical and cooperative framework. Patients, their family or social environment are in need of clarity, structure, and a professional counterpart willing to engage responsibly within an inpatient or -mostly - outpatient framework. He must adapt his diagnostic or therapeutic action to the patient's experience of fear, loss of orientation and insecurity. Then a crisis may be experienced like a bonding experience. Concerning the capacity of action confronted to psychiatric crisis the authors stress the importance of the scenic understanding, expressed symptoms and the acted-out crisis dynamics more than diagnostic classification. The diagnostic and decisive process of atunement to the patient in crisis is being described. A model for psychodynamic understanding of perception of and action towards crisis is proposed, which allows describing the interference between relational dynamics and intra-psychic conflicts leading to crisis. This can then be used as therapeutical focus for the crisis intervention or a consecutive psychotherapeutic treatment. Key words: crisis intervention - emergencies in child and adolescent psychiatry - treatment concepts -- collaboration
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2857
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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