Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2883
Titel: Mehrelternfamilien als "Normal"-Familien - Ausgrenzung und Eltern-Kind-Entfremdung nach Trennung und Scheidung
Sonstige Titel: Multi-parent families as “normal” families – Segregation and parent-child-alienation after separation and divorce
Autor(en): Napp-Peters, Anneke
Erscheinungsdatum: 2005
Zusammenfassung: Für die Frage, wie Kinder die Scheidung ihrer Eltern bewältigen, ist von großer Bedeutung, dass Eltern auch nach der Trennung ihre Elternrolle gemeinsam oder in Absprache miteinander wahrnehmen. Das zeigen die Ergebnisse einer Längsschnittstudie von 150 Nachscheidungsfamilien. Am Fallbeispiel einer Mehrelternfamilie nach Wiederverheiratung, die sich als "Normal"-Familie versteht und den außerhalb lebenden Elternteil ausgrenzt, soll dargestellt werden, welche Auswirkungen der Abbruch von Familienbeziehungen auf die psychosoziale Entwicklung von Kindern hat. Mit dem Phänomen der Eltern-Kind-Entfremdung und dem langfristigen Kontaktabbruch zwischen Kind und Besuchselternteil sind Kinderpsychologen und Kinderpsychiater in zunehmenden Maße konfrontiert. Der amerikanische Kinderpsychiater R. A. Gardner hat dafür den Begriff "Parental Alienation Syndrome (PAS)" eingeführt. Das PAS-Konzept deutet kindliche Störungen, die fast ausschließlich im Zusammenhang mit Auseinandersetzungen um elterliche Sorge und Umgangsregelungen auftreten. Schlagwörter: Nachscheidungsfamilien - Mehreltern-(Stief-)Familien - Eltern- Kind-Entfremdung - Parental Alienation Syndrome (PAS)
Decisive for the question as to how children cope with their parents' divorce is whether or not the parents continue to perform their parental role together even after separation, or have at least made arrangements for the child to maintain a good relationship with each parent. These are the findings of a longitudinal study of 150 postdivorce families. The case of a multi-parent family after remarriage, which sees itself as a "normal" family and segregates the visiting parent, shows what consequences the breakdown of parent-child relationships has for the psychological health and the development of children. Alienation and long-term disruption of the contact between child and visiting parent is a phenomenon which the psychiatric and psychotherapeutic professions are increasingly confronted with. The American child psychiatrist R. A. Gardner has introduced the term "Parental Alienation Syndrome (PAS)" to encompass this childhood disorder that arises almost exclusively in the context of child-custody disputes. Key words: postdivorce families - multi-parent (step) families - parent-child-alienation - parental alienation syndrome ( PAS )
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2883
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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