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Titel: Die medikamentöse Behandlung von Schlafstörungen im Kindes- und Jugendalter
Sonstige Titel: Pharmacotherapy of sleep disorders in children and adolescents
Autor(en): Frölich, Jan
Lehmkuhl, Gerd
Fricke, Leonie
Erscheinungsdatum: 2006
Zusammenfassung: Schlafprobleme im Kindes- und Jugendalter sind häufige, zumeist reifungsbedingte, eltern-kind-interaktionelle oder durch mangelnde Schlafhygiene verursachte Störungsbilder von zumeist vorübergehender Dauer. Nur bei einem relativ geringen Anteil der betroffenen Kinder und Jugendlichen stellt sich die Symptomatik aber als so schwerwiegend oder chronifiziert dar, dass über eine Beratung hinaus therapeutische Interventionen zur Beeinflussung des Schlafverhaltens notwendig sind. Oft stellen die Schlafprobleme hier lediglich das Symptom einer zugrunde liegenden psychiatrischen, neurologischen oder internistischen Erkrankung dar und erfordern deshalb vor Ingangsetzung jeglicher therapeutischen Intervention einen ausführlichen differenzialdiagnostischen Abklärungsprozess. Während in den meisten Fällen dieser Schlafstörung eine Beratung, zum Teil auch verhaltenstherapeutische Maßnahmen indiziert und auch ausreichend sind, spielen bei chronifizierten Störungsbildern medikamentöse Maßnahmen eine bedeutsame Rolle. Bislang fanden vor allem Antihistaminika, Benzodiazepine oder Neuroleptika und Antidepressiva Anwendung, die aber aufgrund von Langzeitnebenwirkungen, Abhängigkeitspotential und substanzieller negativer Auswirkungen auf die Tagesvigilanz und die Gedächtnisfunktionen sehr zurückhaltend oder zumindest nur kurzfristig eingesetzt werden können. Mit Melatonin als einem endogen produzierten, schlafanstoßenden Hormon könnte erstmals auch für das Kindesalter ein wirksamer und im Wesentlichen nebenwirkungsarmer pharmakologischer Behandlungsweg eröffnet werden. Der vorliegende Beitrag wird die Indikationen und wichtige allgemeine Gesichtspunkte zur medikamentösen Behandlung benennen und die Vor- und Nachteile einiger der genannten Substanzen darstellen. Bedeutsam ist, die medikamentöse Behandlung in ein Gesamtkonzept der Beratung des Patienten oder der Eltern zur Schlafhygiene oder sogar eingebettet in eine verhaltenstherapeutische Behandlung zu stellen. Schlagwörter: Schlafstörung - Vigilanzstörung - Sedativa - Melatonin - Antihista- minika
Sleep disorders in children and adolescents are predominantely influenced by age-related changes in normal sleep and parent-child interactional factors. Moreover, as in adults underlying medical or psychiatric conditions may play an important pathogenetic role. Therefore the management of the sleep problems necessitates a highly differenciated diagnostic effort prior to any concrete treatment step. In general consultation of the parents may be a sufficient measure. However in severe and chronified courses behavior therapy combined with pharmacotherapy can be successful. Only few studies on efficacy and side effects on sleep-inducing pharmacologic agents exist. The most prescribed substances are antihistamines, neuroleptics, antidepressants and benzodiazepines. On the other hand their use is limited because of side effects, tolerance and impaired vigilance functions. Recently studies on melatonin suggest that this substance might become an effective and well tolerable treatment alternative. This article discusses problems and indications of pharmacotherapy in children's sleep disorders and highlights the importance of its integration in a differenciated treatment concept. Key words: sleep disorders - melatonin - antihistamines - benzodiazepines
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2899
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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