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Titel: Familiäre Muster bei Störungen von Aufmerksamkeit und Impulskontrolle
Sonstige Titel: Familial patterns in disorders of attention and impulse control
Autor(en): Stadler, Christina
Holtmann, Martin
Claus, Dieter
Büttner, Gerhard
Berger, Nicole
Maier, Joachim
Poustka, Fritz
Schmeck, Klaus
Erscheinungsdatum: 2006
Zusammenfassung: Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörungen (ADHS), persistieren bei 30-50 % der Fälle bis ins Erwachsenenalter. Wenn bei Eltern von Kindern mit einer ADHS-Diagnose ähnliche Aufmerksamkeits- und Impulskontrollprobleme gegeben sind, kann dies therapeutische Maßnahmen deutlich beeinträchtigen. In der vorliegenden Studie wurde (1) untersucht, bei wie vielen Müttern und Vätern von Kindern mit einer ADHS-Diagnose in der Kindheit selbst eine klinisch relevante ADHS-Symptomatik vorlag, (2) diese mit aktuellen Aufmerksamkeitsproblemen und impulsiven Verhaltensmerkmalen korreliert und (3), ob die Schwere der kindlichen Symptomatik sowie komorbide internale und exernale Verhaltensmerkmale variieren in Abhängigkeit davon, ob bei beiden, einem oder keinem Elternteil retrospektiv ADHS vorlag. Bei 68 Eltern von Kindern mit ADHS wurden mit der Wender-Utah-Rating Scale retrospektiv ADHS-bezogene Verhaltenssymptome in der Kindheit erfasst. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass bei 31 % der untersuchten Väter und 25 % der Mütter davon auszugehen ist, dass bei ihnen retrospektiv eine klinisch relevante ADHS-Symptomatik zu diagnostizieren ist, die mit aktuellen Aufmerksamkeitsproblemen (ADD-Brown-Gesamtwert) und Impulsivität (I7) korreliert. Sowohl im Hinblick auf die ADHS-Kernsymptome als auch im Hinblick auf externalisierende Störungen sind diejenigen Kinder am schwersten betroffen, bei denen sowohl bei Müttern als auch bei Vätern in der Kindheit eine klinisch relevante ADHS-Symptomatik vorlag. Schlagwörter: ADHS - Familienstudie - Wender Utah Rating Scale (WURS) - Aufmerksamkeit - Impulsivität
Attention deficit hyperactivity disorder (ADHD) persists into adulthood in about 30 to 50 % of cases. Symptoms of ADHD in parents might affect effective therapeutic approaches in children. The objective of this study was to investigate (1) the retrospective rate of ADHD in biological parents of children with a diagnosis of ADHD, (2) the relation between retrospective ADHD symptomatology and current attention problems and impulsivity in parents, (3) whether the degree of ADHD severity and comorbidty in ADHD children depends on parental ADHD symptoms. The Wender-Utah-Rating Scale for the retrospective assessment of childhood attention deficit hyperactivity disorder was administered to the biological parents of n = 68 ADHD patients and detected high rates of ADHD in fathers (31 %) and mothers (25 %) of patients with ADHD. Retrospectively assessed symptoms in parents correlated significantly with current symptoms of attention problems (ADD-Brown scales) and impulsivity (I7). In children, the highest degree of ADHD symptoms and comorbidty was found in children with both parents suffering from ADHD in childhood compared to those with only one or none af- fected parent. Key words: ADHD - family study - Wender Utah Rating Scale (WURS) - attention - impulsivity
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2915
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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