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Titel: Schizophrenie und Cannabiskonsum: Epidemiologie und Klinik
Sonstige Titel: Schizophrenia and cannabis consumption: Epidemiology and clinical symptoms
Autor(en): Jockers-Scherübl, Maria C.
Erscheinungsdatum: 2006
Zusammenfassung: Immer mehr junge Menschen konsumieren Cannabis in manchmal hohen Dosierungen, wenn ihr Gehirn noch nicht voll entwickelt ist und besonders empfindlich auf äußere Einflüsse reagiert. Cannabis kann psychotische Zustände auslösen und verstärken, bereits an Schizophrenie Erkrankte exazerbieren bei Cannabiskonsum häufiger akut. Ersterkrankte Schizophrene mit vorherigem regelmäßigen Cannabiskonsum waren in unserer Untersuchung meistens männlich, sie zeigten häufiger das Bild einer paranoiden Schizophrenie (mit günstigerer Prognose) als diejenigen ohne Substanzkonsum und waren außerdem bei Erkrankungsbeginn signifikant jünger. Die Bedeutung der höheren Neurotrophinwerte im Serum bei Cannabis konsumierenden Schizophrenen im Vergleich zu Nichtkonsumenten ist noch nicht eindeutig zu bestimmen. Die kognitiven Funktionen dieser Patientengruppe scheinen nicht schlechter als bei Schizophrenen ohne Cannabiskonsum vor Krankheitsbeginn zu sein. Insgesamt kann damit der Effekt von Cannabis auf das für Schizophrenie vulnerable Gehirn, zumindest vor Krankheitsbeginn, noch nicht abschließend bewertet werden; neben den zweifellos ungünstigen Wirkungen gibt es möglicherweise auch protektive Faktoren. Schlagwörter: Schizophrenie - Cannabis - Psychose - multipler Substanzkonsum - Kognition - Neurotrophine
More and more young people consume cannabis in sometimes high dosage at an age when their brain is not yet fully developed and reacts particularly sensitive to toxic influences. Cannabis can induce and exacerbate psychotic symptoms and it can deteriorate the disease process in schizophrenic patients. First-episode schizophrenic patients with long-term cannabis consumption were significantly younger at disease-onset, mostly male and suffered more often from paranoid schizophrenia (with a better prognosis) than those without cannabis consumption in our investigation. The significance of higher serum neurotrophin levels in cannabis consuming schizophrenics as compared to those without cannabis consumption remains equivocal so far. The cognitive functions of this patient group are at least not worse than in those with schizophrenia alone. Taken together, the effect of cannabis on the brain vulnerable to schizophrenia is not yet completely understood; besides the undoubtedly deleterious effects, there may also be some neuroprotective effects. Key words: schizophrenia - cannabis - psychosis - multiple substance use -cognition - neurotrophins
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2929
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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