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Titel: Notfallpsychologische Interventionen im Kindesalter
Sonstige Titel: Early psychological interventions in children after trauma
Autor(en): Zehnder, Daniel
Hornung, Rainer
Landholt, Markus A.
Erscheinungsdatum: 2006
Zusammenfassung: Die Notfallpsychologie befasst sich mit der Frage, ob mit geeigneten psychologischen Interventionen innerhalb der ersten Stunden, Tage und Wochen nach einem Trauma mittel- und langfristige psychische Störungen verhindert oder zumindest vermindert werden können. Im deutschsprachigen Raum existieren bisher keine Übersichtsarbeiten, die notfallpsychologische Interventionen im Kindesalter thematisieren. In der vorliegenden Arbeit wird dieses Fachgebiet definiert, eine Übersicht über notfallpsychologische Interventionsmöglichkeiten gegeben und der aktuelle Forschungsstand zur Wirksamkeit dieser Massnahmen dargelegt. Bei den meisten psychologischen Verfahren, die in der ersten Zeit nach einem Notfall bei Kindern zum Einsatz kommen, existieren wenige empirische Hinweise zu deren Effektivität. Zudem bestehen methodische Einschränkungen im Hinblick auf die bisherigen Forschungsbemühungen: Erstens verfügen die meisten Evaluationsstudien über keine Kontrollgruppen und weisen kleine Stichprobengrößen auf. Zweitens lassen unterschiedliche Follow-up-Zeitpunkte und unterschiedliche Interventionen keine Vergleiche zwischen einzelnen Studien zu. Um diese Lücken zu schließen, sind in Zukunft randomisierte Kontrollstudien mit manualisierten Interventionen und mehreren Follow-up-Zeitpunkten erforderlich. Der Mangel an notfallpsychologischen Evaluationsstudien im Kindesalter bewirkt, dass in der klinischen Praxis Interventionsmöglichkeiten übernommen werden, die sich im Erwachsenenbereich bewährt haben. Allerdings müssen dabei entwicklungspsychologische Besonderheiten berücksichtigt werden. Zum heutigen Zeitpunkt bleibt unklar, wann nach einem traumatischen Ereignis welche Art von Intervention bei Kindern Sinn macht und wie die Eltern einbezogen werden sollen. Schlagwörter: Trauma - notfallpsychologische Intervention - Kinder - akute Belastungsstörung - posttraumatische Belastungsstörung
Early psychological interventions within the first hours, days or weeks after a traumatic event aim to avoid or minimize middle- or long-term mental-health problems. To date, there are no articles in German language available that review the field of early psychological interventions in children. This paper defines this field, summarizes current early psychological interventions and reviews the literature on effectiveness of early interventions. Most of the early psychological interventions in children after trauma that are reported in the literature are not evidence based. Moreover, current knowledge is limited by a number of methodological problems. First, most studies have no control groups and the samples are small. Second, different timeframes and interventions complicate a comparison of different studies. For future research, randomised controlled studies with manualised interventions and repeated follow-ups are demanded. In clinical practice, the lack of studies on effectiveness of early psychological interventions in children leads to a simple transfer of intervention strategies from adults. This practice needs to be questioned. Importantly, the consideration of developmental aspects is crucial. To date, no evidence-based advise can be given with regard to early psychological interventions in children. Moreover, it remains unclear, how to involve the parents. Key words: trauma - early intervention - children - acute stress disorder - posttraumatic stress disorder
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2942
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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