Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2944
Titel: Stigmatisierung sprachgestörter Kinder aus Sicht der Eltern
Sonstige Titel: Stigmatization of language impaired children from the parents’ perspective
Autor(en): von Suchodoletz, Waldemar
Macharey, Georg
Erscheinungsdatum: 2006
Zusammenfassung: Stigmatisierung kann die soziale Integration entwicklungs- oder verhaltensauffälliger Kinder und Jugendlicher erheblich beeinträchtigen. In der vorliegenden Studie wird untersucht, welche positiven und negativen Umweltreaktionen von Eltern sprachauffälliger Kinder erlebt werden. Ausgewertet wurden 386 Elternfragebögen zu Stigmatisierung und Unterstützung in den Bereichen Kindergruppen, Familie und weiterem Umfeld. Etwa 50 % der Eltern sprachauffälliger Kinder gaben negative Reaktionen des Umfeldes gegenüber ihrem Kind aufgrund der Entwicklungsauffälligkeiten an. Über herabsetzendes Verhalten und Ausgrenzung wurde am häufigsten in Kindergruppen, aber auch in der eigenen Familie berichtet. Das Umfeld reagiert aber nicht nur negativ, sondern oft mit Verständnis und Rücksichtnahme. Es zeigte sich, dass die Umweltreaktionen wesentlich durch das Verhalten des Kindes beeinflusst werden. Stigmatisierung wird von Eltern entwicklungs- oder verhaltensauffälliger Kinder häufig wahrgenommen. Reaktionen des Umfelds und sinnvolle CopingStrategien müssen deshalb im Rahmen einer kinder- und jugendpsychiatrischen Betreuung ausreichend thematisiert werden. Schlagwörter: Stigmatisierung - Unterstützung - Sprachstörung - Verhaltensstörung
Stigmatization can strongly affect the social integration of children and adolescents with developmental and behavioral disorders. The goal of the study was to investigate negative and positive labeling of speech-language impaired children as perceived by their parents. We analyzed 386 parental questionnaires on stigmatization by and support from other children, family members and other adults. Half of the parents reported stigmatization of their child. They perceived negative labeling and exclusion most frequently in the child's peer group, but also among family members. Support was more common than negative labeling, however. There was a strong positive relationship between negative labeling and behavioral problems. Parents of children with developmental and behavioral disorders often perceive stigmatization of their child. Therefore, in counseling such families child and adolescent psychiatrists should address this issue adequately and recommend appropriate coping strategies. Key words: stigmatization - support - language impairment - behavioral problems
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2944
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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