Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2948
Titel: Editorial
Erscheinungsdatum: 2006
Zusammenfassung: Ethische Fragen und Probleme begleiten die tägliche Arbeit in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie. Der Kinder- und Jugendpsychiater und mit ihm die Angehörigen anderer Berufsgruppen, die therapeutisch, pädagogisch und pflegerisch mit psychisch kranken Kindern zu tun haben, orientieren sich idealiter an ethischen Grundsätzen, wie sie für jedwedes ärztlich-therapeutische Handeln gelten. Dazu gehören Respekt für die Autonomie oder Selbstbestimmung des Einzelnen, Schadensvermeidung, Verpflichtung zur Hilfe und Gerechtigkeit (Beauchamp u. Childress 1989, zit. n. Lehmkuhl u. Lehmkuhl 2003) 1 . Diese Prinzipien gelten für den Umgang mit dem psychisch kranken Kind und Jugendlichen und mit den Eltern, gleich, ob es um diagnostische Aufgaben geht, um die Behandlung und um die Forschung. Ethische Dilemmata ergeben sich in der Kinder- und Jugendpsychiatrie durch die Verquickung verschiedener handlungsanleitender Perspektiven, wie u. a. Fragen der Aufrechterhaltung von familiären Bindungen, der Entwicklung oder der erzieherischen Erfordernisse. Es handelt sich um Abwägungen, die ggf. die Würde und Selbstbestimmung eines Kindes zeitweilig hintansetzen und die abhängig von den jeweiligen Bedingungen zu unterschiedlichen Entscheidungen führen. Trotz dieser vielfältigen Probleme und Fragen ist die Auseinandersetzung mit ethischen Grundvoraussetzungen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie noch keine Selbstverständlichkeit (Berger 2003) 2 .
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2948
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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