Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2949
Titel: Eine prospektive Untersuchung von Zwangsmaßnahmen in der stationären Kinder- und Jugendpsychiatrie
Sonstige Titel: A prospective analysis of coercive measures in an inpatient department of child and adolescent psychiatry
Autor(en): Fetzer, Anette E.
Steinert, Tilman
Metzger, Wolfram
Fegert, Jörg M.
Erscheinungsdatum: 2006
Zusammenfassung: Bis jetzt basiert die Diskussion über den Einsatz von Zwangsmaßnahmen bei Kindern und Jugendlichen mehr auf persönlichen Erfahrungen als auf einer empirischen Datenlage. In der Abteilung Kinder- und Jugendpsychiatrie des Zentrum für Psychiatrie "Die Weissenau" wurde prospektiv der Einsatz von Zwangsmaßnahmen über einen Zeitraum von sechs Jahren untersucht. 178 Patienten von 1939 insgesamt behandelten (9,2 %) erfuhren im Zeitraum von 1999 bis 2004 Zwangsmaßnahmen. Für die Dokumentation besteht ein Dokumentationsbogen, der neben den Stammdaten der Patienten Begründung und Durchführungsdauer der Zwangsmaßnahmen erfasste. Der Anteil der durchgeführten Zwangsmaßnahmen war im Vergleich zu anderen Untersuchungen geringer, wobei sich eine vermehrte Durchführung von Zwangsmaßnahmen bei Patientinnen bestätigte. Hauptsächlich wurden Zwangsmaßnahmen zum Schutz vor autoaggressivem Verhalten eingesetzt. Die durchschnittliche Dauer der Zwangsmaßnahmen verringerte sich nach der Einführung eines stringenten Dokumentationssystems und der mittels der Auswertungen regelmäßig geführten Diskussionen. Somit war festzustellen, dass eine stringente Dokumentation, Evaluation und Reflexion hilfreich hinsichtlich der Qualitätssicherung der durchgeführten Zwangsmaßnahmen sein kann. Schlagwörter: Zwangsmaßnahmen - Isolierung - Fixierung - Zwangsmedikation - Kinder- und Jugendpsychiatrie
So far the discussion of coercive measures in the work with children and adolescents relies more on individual experiences than on empirical data. In the department of child and adolescent psychiatry "Die Weissenau" all coercive measures in the past six years have been evaluated prospectively. 178 patients (9.2 %) of 1939 patients totally admitted between 1999 and 2004 received coercive measures. For each measure there was a documentation of personal data, reason and duration of the coercive measure. The proportion of patients affected by coercive measures in this department was lower compared to other studies. Female patients were more often subject to coercive measures. Mostly coercive measures were used in the means of protection against self-directed aggressive behaviour. The average duration of coercive measures has been reduced after the implementation of a stringent documentation system and ensuing discussions of the topic. It can be concluded that a stringent documentation, an evaluation and reflection of coercive measures can help to assume quality in the process of coercive measures. Key words: child and adolescent psychiatry - restraint - seclusion - forced medication
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2949
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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