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Titel: Chemical restraint: "Pharmakologische Ruhigstellung" zum Management aggressiven Verhaltens im stationären Bereich in Theorie und Praxis
Sonstige Titel: Chemical restraint: Management of aggressive behaviours in inpatient treatment – Theory and clinical practice
Autor(en): Libal, Gerhard
Plener, Paul L.
Fegert, Jörg M.
Kölch, Michael
Erscheinungsdatum: 2006
Zusammenfassung: "Chemical restraint" oder "Pharmakologische Ruhigstellung" (PR) ist eine wichtige Intervention beim Management von aggressiven Verhaltensweisen von stationär behandelten Kindern und Jugendlichen. PR sollte ausschließlich im Rahmen eines standardisierten Interventionsplanes zur Anwendung kommen. Die Grundprinzipien eines solchen Zugangs sind transparente Vereinbarungen mit allen Beteiligten zur schnellen, sicheren und personenunabhängigen Reduktion des Verhaltens, ohne dass dabei Folgeschäden etwa im Sinne einer Retraumatisierung auftreten. Für die Praxis empfiehlt es sich, Medikamente anzuwenden, die sowohl für die Beruhigung als auch für die Prävention von aggressiven Eskalationen eingesetzt werden können. Die aktuelle Datenlage erlaubt es, in erster Linie Neuroleptika und Benzodiazepine zu empfehlen. Insbesondere atypische Neuroleptika sind hierbei von Bedeutung, da sie sowohl für die Notfallsedierung als auch die Prävention eingesetzt werden können. Weitere kontrollierte Untersuchungen zur medikamentösen Behandlung von aggressiven Zuständen mit Selbst- und Fremdgefährdung bei Kindern und Jugendlichen sind aber dringend notwendig. Schlagwörter: pharmakologische Ruhigstellung - Aggression - Psychopharmakotherapie - stationäre Behandlung - Kinder- und Jugendpsychiatrie
"Chemical restraint" (CR) is an important intervention for the management of aggressive behaviour in children and adolescents. The use of CR during in-patient treatment should be based on standardized intervention strategies. The principles of such an approach include transparent agreement with all participants on fast save and staff-independent reduction of aggressive behaviour without inducing retraumatisation. In clinical practice medication that is effective both for tranquilization and prevention of aggressive escalation is recommended. Current data suggest first line treatment using neuroleptics and benzodiazepines. Due to their potential use both for rapid sedation and prevention atypical neuroleptics are of particular importance. Further controlled studies are needed to evaluate pharmacological treatment of aggressive states with potential (self) harming behaviour in children and adolescents. Key words: chemical restraint - aggression - psychopharmacotherapy - inpatient treatment - child and adolescent psychiatry
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2951
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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