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Titel: Rechtliche Zulässigkeit von Zwangsmaßnahmen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie
Sonstige Titel: Legal and practical issues on coercive measures in child and adolescent psychiatry
Autor(en): Schnoor, Kathleen
Schepker, Renate
Fegert, Jörg M.
Erscheinungsdatum: 2006
Zusammenfassung: Zwangsmaßnahmen sind bei Kindern und Jugendlichen mit psychischen Störungen oder Erkrankungen nicht immer zu vermeiden. Oft sind sie die einzige Möglichkeit, einen Schaden von dem betroffenen Minderjährigen oder einem Dritten abzuwenden. In Betracht kommen freiheitsentziehende Unterbringungen, Fixierungen, Zwangsbehandlung und andere Maßnahmen gegen den Willen des Patienten. Für die Mitarbeiter kinder- und jugendpsychiatrischer Kliniken stellen Situationen, in denen über die Anwendung von Zwang entschieden werden muss, eine besondere Herausforderung dar. Neben den besonderen Anforderungen, die sich ohnehin aus der schwierigen emotionalen Verfassung der Beteiligten ergeben, bewegen sie sich in einem Spannungsfeld verschiedener rechtlicher Vorgaben. Zur Wahrung der Rechte des Minderjährigen und der Sorgeberechtigten und zur Vermeidung insbesondere auch strafrechtlicher Konsequenzen ist eine genaue Kenntnis der rechtlichen Vorgaben und Verfahrensregelungen ebenso nötig wie ein interdisziplinärer Austausch zwischen den beteiligten Berufsgruppen. Aus aktuellem Anlass ist die Zulässigkeit so genannter Multifunktionsreinrichtungen zu problematisieren, die eine gemeinsame Unterbringung von Patienten mit und ohne Freiheitsentzug ermöglichen. Die Gefahr eines rechtswidrigen Freiheitsentzuges auch der offen untergebrachten Patienten lässt sich vermeiden, wenn durch eine ausreichende personelle Ausstattung und klare Handlungsanweisungen für das Personal sichergestellt ist, dass die üblichen und notwendigen Freiheitsbeschränkungen nicht den Grad eines Freiheitsentzuges erreichen. Schlagwörter: Zwangsmaßnahmen - Freiheitsentziehung - Kinder- und Jugend- psychiatrie - rechtliche Zulässigkeit - fakultativ geschlossene Station
Although insight, positive attitude towards therapy and compliance are key to a successful treatment, in certain situations the use of coercive measures on mentally ill or disordered minors is the only way to prevent serious harm to the patient or others. The decision to use coercive measures, such as involuntary admission or detention, seclusion, mechanical or chemical restraint or involuntary treatment, is challenging for clinicians as they have to deal, not only with the patient and his or her parents who are in a disturbed emotional state, but also with some complex legal regulations. To protect the rights of patient and parents in these difficult situations and to prevent legal consequences for clinical personnel for unlawful acts, it is essential that staff be familiar with all concerned legal rules and procedures. Interdisciplinary co-operation between the involved professionals should be encouraged to ensure a standardised procedure according to legal specifications. A growing number of mental hospitals for children and adolescents have no special locked door units but open wards that can be locked when required. A placement of voluntarily and involuntarily committed patients in the same unit can cause problems if the freedom of voluntary patients is restraint due to the placement of an interned patient. Unlawful restraint must be avoided by a sufficient number of staff and clear proceeding guidelines. Key words: coercive measures - restraint - child- and adolescent psychiatry - legal permissibility - voluntarily and involuntarily committed patients
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2953
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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