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Titel: Beabsichtigung und Ausführung prosozialen Handelns: Merkmals- versus Handlungstheorie?
Autor(en): Schmitt, Manfred
Dalbert, Claudia
Montada, Leo
Erscheinungsdatum: 1985
Serie/Report Nr.: Berichte aus der Arbeitsgruppe "Verantwortung, Gerechtigkeit, Moral"; 031
Zusammenfassung: An einer Stichprobe von 673 erwachsenen Töchtern wurde die Frage untersucht, ob für die Vorhersage von prosozialen Leistungen gegenüber der eigenen Mutter einerseits und der Absicht zu solchen Leistungen andererseits verschiedene Typen von Variablen geeignet sind. Verglichen wurden merkmalsartige Charakterisierungen der Person und ihrer sozialen Bezüge mit mutmaßlich handlungsleitenden Kognitionen. Die pfadanalytische Auswertung der Daten legt den Schluß nahe, daß die Handlungsabsicht mehr als ihre Verwirklichung eine rationale Konstruktion aus situationsspezifischen Kognitionen darstellt. Die Absichtsrealisierung scheint, im Einklang mit handlungstheoretischen Argumenten, primär eine Funktion der Absicht zu sein. Von eigenständigen prognostischem Wert sind darüber hinaus Handlungskompetenzen, das Ausmaß bisheriger Leistungen vom gleichen Typ sowie die Güte der familiären Beziehungen.
The present study deals with the question whether the intentions of adult daughters (N=673) to behave prosocially towards their mothers can be predicted from the same variables as the prosocial behavior itself, or whether different kinds of predictor variables are necessary. The kinds of variables focussed on are general characteristics of the person and her social environment on the one hand and on the other hand specific cognitions related to the prosocial behavior in question. Path analysis of the data suggests that the intention to behave prosocially more strongly than the behavior itself depends on situation-specific cognitions, whereas the behavior itself is - in accordance with action theory - primarily a function of intentions. Over and above intentions however, other variables play a significant role in predicting behavior: competences to conduct the behavior in question, amount of prosocial behavior of the same kind conducted in the past, and quality of the family relations.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/298
Enthalten in den Sammlungen:Berichte der Arbeitsgruppe "Verantwortung, Gerechtigkeit, Moral"
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