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Titel: Psychoanalytische Modelle zur Entstehung, Verarbeitung und Behandlung des ADHS
Sonstige Titel: Psychodynamic Models About the Origins, Internal Processing and Treatment of ADHD
Autor(en): du Bois, Reinmar
Erscheinungsdatum: 2007
Zusammenfassung: Die Symptome des ADHS können zunächst als Teil des natürlichen Ausdrucksrepertoires des Säuglings angesehen werden. Später gehen sie in pathologische Beziehungsmuster ein. Diese Pathologie nimmt ihren Anfang - abgesehen von der genetischen Vulnerabilität - durch misslingende frühe Interaktionen und durch frühe Traumatisierungen. In der Bindungstheorie wird das Resultat als ängstlich-ambivalente oder desorganisierte Bindung beschrieben. Der weitere Verlauf des ADHS bleibt abhängig vom Verlauf der kindlichen Beziehungen und organisiert sich in symbiotischen und narzisstischen Reaktionsmustern. Mit den impulsiv-aggressiven Ausbrüchen und dem ruhelos-unaufmerksamen Verhalten versucht das Kind Aufmerksamkeit zu erlangen und dieser sofort zu entkommen, seine Verletzungen zu zeigen und sofort Rache zu nehmen. Auf die gleiche Weise wehrt das Kind auch traumatische Erinnerungen ab oder schützt sich sogar vor depressiven Einbrüchen. Eine bis zum Jugendalter fortgesetzte Medikation kann sich vom guten zum schlechten Objekt wandeln und allenfalls dazu dienen, die Existenz sadistischer Fantasien hinter einer Fassade von Wohlverhalten zu verbergen. Schlagwörter ADHS - psychoanalytische Therapie - Beziehungsmuster - Stimulanzien
At first the symptoms of ADHD can be viewed as part of the natural expressive repertory of the infant. Later they merge with pathological relationship patterns. The pathology sets in - apart from genetic vulnerability - through flawed early interactions as well as early childhood trauma. In the attachment theory the results are termed as anxious ambivalent and disorganized attachments. The further course of ADHD remains dependent on the course of the child's relationships and forms itself in symbiotic and narcissistic reaction patterns. By means of impulsive-aggressive outbursts and restless inattentive behaviour the child tries to attract attention and evade attention, express hurt and take revenge in the same instant. Likewise the child may ward off traumatic memories or even protect himself from a depressive breakdown. During its prolonged use until adolescence medication can change from good to bad object and then at best serve to hide the existence of sadistic fantasies behind a well-mannered façade. Keywords ADHD - psychoanalytic treatment - relationship patterns - stimulants
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2980
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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