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Titel: Risikoeinschätzung bei Vernachlässigung und Kindeswohlgefährdung im Säuglings- und Kleinkindalter - Chancen früher beziehungsorientierter Diagnostik
Sonstige Titel: Risk assessment of neglect and maltreatment in infants and toddlers. Chances of early preventive intervention.
Autor(en): Ziegenhain, Ute
Fegert, Jörg M.
Ostler, Teresa
Buchheim, Anna
Erscheinungsdatum: 2007
Zusammenfassung: In Deutschland fehlt eine interdisziplinäre Verständigung auf standardisierte und wissenschaftlich geprüfte Risikoscreening- und Diagnoseverfahren sowie auf Vorgehensweisen und Angebote bei Vernachlässigung und Kindeswohlgefährdung. Für die Risikoeinschätzung haben sich Vorgehensweisen bewährt, die auf empirisch geprüfte Verfahren zurückgreifen und auf Grundlage aller Einzelergebnisse eine zusammenfassende "klinischen Synopse" vornehmen. Bei Säuglingen und Kleinkindern mit besonders hoher Gefährdung hat es sich bewährt elterliche Erziehungs- und Beziehungskompetenzen als relevante Faktoren bei der Risikoeinschätzung, aber auch als Ansatzpunkt für Prävention und Intervention zu berücksichtigen. Hierzu gehören bindungsorientierte und videogestützte Interaktionsdiagnostik beziehungsweise der Einbezug elterlicher Bindungsrepräsentationen. Ebenso haben sich für Intervention und Versorgung, bindungstheoretisch konzeptualisierte Angebote zur Förderung elterlicher Feinfühligkeit bzw. zur Förderung sicherer Bindung als wirksam erwiesen. Dabei ist eine interdisziplinäre Ausrichtung sowohl der Programme als auch der Fachkräfte, die solche Angebote durchführen, wesentlich. Schlagwörter Kindeswohlgefährdung und Vernachlässigung - Risikoscreening - elterliche Beziehungs- und Erziehungskompetenzen - bindungsorientierte Intervention
The German child protection system lacks of interdisciplinary and standardized procedures for screening and diagnosing child maltreatment as well as for service delivery. Evidence based assessments of risk-screening in combination with consensus-based models for risk-judgement seem to predict the best possible results. A central part of determining whether an infant is at risk is to evaluate various domains of parental competencies and skills. In particular assessment procedures based on attachment research have proven to be practically and methodologically relevant. These include interactive and video-based observational methods as well as parental representations as sources of information for risk assessment. Attachment based intervention and treatment programs are effective, especially with regard to enhancing paternal sensitive behavior. However, these programs need to be adapted to delivery for specific risk groups. Overall an interdisciplinary approach with regard to the programs as well as to the training of the professionals has to be taken into account. Keywords maltreatment - neglect - risk assessment - parenting - attachment based interventions
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/2988
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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