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Titel: Personale Normen und prosoziales Handeln: Kritische Anmerkungen und eine empirische Untersuchung zum Modell von S.H. Schwartz.
Autor(en): Schmitt, Manfred
Dalbert, Claudia
Montada, Leo
Erscheinungsdatum: 1985
Serie/Report Nr.: Berichte aus der Arbeitsgruppe "Verantwortung, Gerechtigkeit, Moral"; 033
Zusammenfassung: Die vorliegende Arbeit ist eine kritische Auseinandersetzung mit dem Prozeßmodell prosozialen Verhaltens von SCHWARTZ (z.B. 1977). Gemessen an einigen grundlegenden Kriterien für die empirische Überprüfung theoretischer Modelle prosozialen Verhaltens muß die Frage, ob bisherige Untersuchungen geeignet waren, das Modell von Schwartz auf eine empirische Bewährungsprobe zu stellen, verneint werden. Daten aus einer Untersuchung prosozialer Leistungen erwachsener Töchter an ihre Mutter (N = 673) stehen nicht im Einklang mit einer Kernaussage der Theorie von Schwartz, bei hohen Hilfeleistungskosten moderiere die Tendenz zu Verantwortlichkeitsabwehr den Effekt personaler Normen auf Hilfehandeln. Vielmehr erweisen sich andere Variablen als bedeutsame Moderatoren der Abhängigkeit des Hilfehandelns - bzw. der Absicht hierzu - von personalen Normen. Die Antizipation negativer Konsequenzen unterlassener Hilfe verstärkt, die Güte der Beziehung zwischen Hilfeempfänger und Hilfegeber und das Ausmaß der Notlage mindern den Einfluß personaler Normen auf die Absicht zur Hilfe. Entgegen den Erwartungen, die die Theorie von Schwartz nahelegt, mindern Hilfeleistungskosten nicht den Einfluß personaler Normen auf prosoziale Leistungen, sondern verstärken ihn.
The validity is questioned of the process model that SCHWARTZ (e.g. 1977) has proposed to explain decisions for or against prosocial behavior. On the basis of some basic criteria for an appropriate empirical test of theoretical models, existing research on Schwartz’s theory is reviewed. It is concluded that an appropriate empirical test of Schwartz's model has not yet been performed; hence, its validity is open to question. Data from a study on prosocial behavior of adult daughters towards their mothers (N = 673) contradict one of the central assumptions of Schwartz's model, i.e. the moderating effect of responsibility denial on the relationship between personal norms and helping. Instead of responsibility denial, other variables were found to be significant moderators who affect the dependency on personal norms of both, prosocial behavior as well as the intention to behave prosocially. The relationship between the intention to behave prosocially and personal norms was closest when (a) negative consequences of refusing help for the person in need were anticipated, (b) the quality of the relationship between helper and person in need was poor, and (c) the degree of need was low. Contrary to what might be expected from Schwartz's theory, cost of helping did not lower but even enhanced the effect of personal norms on helping.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/300
Enthalten in den Sammlungen:Berichte der Arbeitsgruppe "Verantwortung, Gerechtigkeit, Moral"
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