Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3007
Titel: Editorial
Erscheinungsdatum: 2007
Zusammenfassung: Nach internationalen Studien zur Prävalenz muss davon ausgegangen werden, dass knapp ein Fünftel der Kinder und Jugendlichen gravierende Erlebens- und Verhaltensprobleme (z. B. Aggression, Ängste, Delinquenz, Depression, Hyperaktivität, Drogenabhängigkeit oder Essstörungen) aufweisen. Bei vielen Kindern und Jugendlichen kommt es nicht nur kurzzeitig zu Auffälligkeiten, sondern es handelt sich um langfristige Entwicklungen, die sich bis ins Erwachsenenalter verfestigen können. Dies gilt offensichtlich insbesondere für Probleme des Sozialverhaltens. Das Erziehungsverhalten stellt einen der am besten untersuchten und aussagekräftigen Risikofaktoren für die Entwicklung und den Verlauf von Verhaltensstörungen dar. In Studien konnte eine Reihe von ungünstigen elterlichen Erziehungspraktiken identifiziert werden: strenge und strafende Erziehungspraktiken, inkonsistentes Belohnungs- und Bestrafungsverhalten, zu viele und unzureichend begründete und/oder widersprüchliche Anweisungen, unklar formulierte Regeln, Widersprüchlichkeit der Eltern im konkreten Erziehungsverhalten sowie mangelnde Wärme und unzureichendes Einfühlungsvermögen in die Bedürfnisse und Befindlichkeit des Kindes. Ziel einer Verbesserung des Erziehungsverhaltens ist es, die Eltern in die Lage zu versetzen, die Grundbedürfnisse der Kinder zu befriedigen und ein förderliches sowie Werte und Regeln vermittelndes Umfeld herzustellen. Der Stärkung der Erziehungskompetenzen kommt damit eine große präventive Bedeutung zu.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3007
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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