Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3020
Titel: Angst und Bewältigungsformen von Schwangeren und kindliche Entwicklung bei pränataler Ultraschall-Diagnostik
Autor(en): Brisch, Karl Heinz
Erscheinungsdatum: 2007
Zusammenfassung: Ultraschall ist eine sehr weit verbreitete Methode der nicht-invasiven pränatalen Diagnostik. Die Feststellung von pränatalen Fehlbildungen kann Ängste hervorrufen, die bewältigt werden müssen. In einer prospektiven Längsschnittstudie wurden das Ausmaß des Angsterlebens sowie die Bewältigungsstrategien von Schwangeren mit unterschiedlichen Risiken für fetale Fehlbildungen erhoben und mit gesunden Schwangeren ohne Schwangerschaftsrisiken verglichen. Das Ausmaß der Angst und die Bewältigungsformen der Schwangeren (N = 664) wurden während des 2. Trimesters mit Fragbogen untersucht. Die Datenerhebung erfolgte zu 3 Messzeitpunkten: unmittelbar vor, sowie 5-6 und 10-12 Wochen nach der Ultraschalluntersuchung. Weiterhin wurden mit Fragebogen Informationen zu soziodemographischen Daten, früheren Schwangerschaften und zur Persönlichkeit erhoben. Die Analyse der Bewältigungsformen der Schwangeren mit Risikoschwangerschaften ergab drei verschiedene Faktoren der Bewältigung: Faktor I: positive emotionale Bewältigung/Distanzierung, Faktor II: negative emotionale Haltung/Missbilligung, und Faktor III: Aktivität. Zu allen drei Messzeitpunkten korrelierte Faktor I mit einer Abnahme des Angsterlebens, Faktor II mit einer Zunahme, und Faktor III zeigte keine Korrelation mit dem Angsterleben. Frauen mit Risikoschwangerschaften zeigten ein hohes Ausmaß an Angsterleben vor der Ultraschalluntersuchung und gaben insgesamt ähnliche Bewältigungsstrategien an wie die Frauen in der Kontrollgruppe. Es zeigte sich, dass ganz unterschiedliche Spektren von Bewältigungsstrategien mit einer Abnahme oder mit einer Zunahme der Angst zusammenhingen. Schwangere mit einem hohen Angsterleben über den Verlauf der Schwangerschaft sollten psychotherapeutische Beratung erhalten, da ihre Bewältigungsstrategien nicht zu einer erfolgreichen Verminderung ihres Angsterlebens führten. Es wird die Bedeutung dieser Ergebnisse für die fetale und kindliche Entwicklung diskutiert. Schlagwörter Pränatal - Diagnose - Ultraschall - Angst - Bewältigung
Ultrasound is a widespread non-invasive method of prenatal diagnosis. The detection of fetal abnormalities can provoke anxiety, which needs coping. Anxiety and the coping process of pregnant women with different risk conditions for fetal abnormality were studied in a longitudinal design and compared with a non-risk control group of women with healthy uncomplicated pregnancies. The level of anxiety and the coping strategies of women (N = 664) during the second trimester were assessed with questionnaires. Data were collected at three points in time: immediately before the ultrasound scanning for fetal malformation, 5-6 and 10-12 weeks after the prenatal ultrasound examination. Questionnaires were also used to collect information about sociodemographic data, pregnancy data and personality. The level of anxiety showed a correlation with the coping strategies. The analysis of the coping strategies of women with high-risk pregnancies (n = 497) and as well of these with no-risk conditions in the control group (n = 167) revealed three different factors of coping: Factor I: positive emotional attitude/distance, Factor II: negative emotional attitude/disapproval and Factor II: active coping. At all three points in time, Factor I correlated significantly with anxiety decrease, Factor II with increase and Factor III did not correlate with anxiety at all. Women with risk-pregnancies experienced high levels of anxiety before ultrasound scanning and used coping strategies similar to those women in the control group. Different spectrums of coping strategies corresponded significantly to increasing or decreasing anxiety. These women with high levels of anxiety should be offered psychotherapeutic counselling, as their coping processes did not lead to successful coping in the form of a reduction in anxiety. The possible impact of these results on fetal and infant development is discussed. Keywords Prenatal - diagnosis - ultrasound - anxiety - coping
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3020
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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