Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/303
Titel: Schuld und Sühne in strafrechtlicher und psychologischer Beurteilung
Autor(en): Montada, Leo
Erscheinungsdatum: 1988
Serie/Report Nr.: Berichte aus der Arbeitsgruppe "Verantwortung, Gerechtigkeit, Moral"; 045
Zusammenfassung: Zunächst werden als Voraussetzungen für die Verwendung des Schuldprinzips und der Sühnestrafe die Konzepte Willensfreiheit, Mündigkeit und Selbstverantwortlichkeit sowie mögliche Folgen und Gefahren deterministischer Konzeptionen des Menschen erörtert. Hieran schließt sich eine Problematisierung des Prinzips Schuldausgleich durch Sühnestrafe unter dem Gesichtspunkt der Gerechtigkeit an. Als Probleme werden die Messung von Schuld und Sühne sowie die Einschätzung aller Folgen der Rechtsstrafe genannt. Zur Messung von Schuld ist auch ohne eine Leugnung prinzipieller Willensfreiheit psychologisches Wissen über relevante situationale und dispositionelle Kräfte notwendig. Ungerechte Schuldurteile beruhen auf Attributionsfehlern, auf der Nichtberücksichtigung fehlender Chancengleichheit bei der Entwicklung günstiger Dispositionen und Kompetenzen u.a.m. Zur Messung der Sühnestrafe sind nicht nur subjektive Strafbewertungen sondern auch kaum prognostizierbare soziale Wirkungen von Rechtsstrafen (z.B. Stigmatisierungen) zu beachten.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/303
Enthalten in den Sammlungen:Berichte der Arbeitsgruppe "Verantwortung, Gerechtigkeit, Moral"
PsyDok

Dateien zu dieser Ressource:
Datei Beschreibung GrößeFormat 
beri045.pdf99,67 kBAdobe PDFÖffnen/Anzeigen


Alle Ressourcen in diesem Repository sind urheberrechtlich geschützt.