Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3047
Titel: Problematik von Begutachtungen mit Sorge- und Umgangsrechtsfragen bei Jugendlichen über 14 Jahren
Sonstige Titel: Difficulties in appraisals of adolescents aged over 14 years with respect to custody and visitation rights
Autor(en): Liebrich, Franziska
Müller-Berner, Nina
Klosinski, Gunther
Erscheinungsdatum: 2008
Zusammenfassung: In zwei nach dem Geschlecht getrennten Retrospektivanalysen von 55 Sorge- und Umgangsrechtsgutachten, die in den Jahren 1990 bis 2005 an der Kinder- und Jungendpsychiatrie der Universitätsklinik Tübingen erstellt worden waren, wurde untersucht, welche Gründe und Umstände Gerichte dazu veranlassen, in Sorge- und Umgangsrechtsverfahren die Begutachtung über 14-jähriger Jugendlicher in Auftrag zu geben. Zusätzlich wurde eine Richterbefragung vorgenommen. Es zeigte sich, dass Begutachtungen in Sorge- und besonders in Umgangsrechtsverfahren bei über 14-Jährigen selten angefordert werden. Häufig finden sich in diesen Fällen extrem konfliktbehaftete familiäre Situationen mit finanziellen Schwierigkeiten, Alkoholproblemen und fehlender Erziehungsfähigkeit seitens der Eltern oder psychischen Erkrankungen des Jugendlichen und/oder eines Elternteils. Insbesondere hinsichtlich des von den Jugendlichen geäußerten Wunsches bezüglich des künftigen Wohnorts, ihrer Beziehung zu Eltern und Geschwistern sowie der von den Sachverständigen empfohlenen Sorge- und Umgangsrechtsregelung zeigten sich geschlechtsspezifisch differente Ergebnisse. Schlagwörter Begutachtung - Jugendliche - Sorge- und Umgangsrecht - Geschlechtsunterschiede
This retrospective study analyses 55 custody- and visitation rights expert opinions furnished at the Department of Child and Adolescent Psychiatry at the University of Tübingen from 1990 to 2005. The aim of the study was to find out reasons and circumstances prompting judges to order appraisals of adolescents aged over 14 years during proceedings of custody and visitation rights. Expertises were examined for possible gender-specific differences. Further, a census of the judges was arranged. It became obvious that expertises were rarely requested during proceedings of custody and especially of visitation rights. Financial problems, parental alcoholism and educational incompetence or mental diseases of the adolescents and/or their parents were found in these extremely conflict-ridden family situations. Gender-specific variable results were found as far as the relationship of the young towards their parents and siblings is concerned, their wish for future residence, and the expert recommendation on provision for custody and visitation rights. Keywords appraisal - adolescents - custody and visitation rights - gender-specific differences
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3047
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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