Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3075
Titel: Zum psychoanalytischen Verständnis der Harry Potter-Entwicklungsromane
Autor(en): Subkowski, Peter
Erscheinungsdatum: 2008
Zusammenfassung: In dieser Arbeit wird herausgearbeitet wie Harry Potter nach dem traumatisierenden Verlust beider Eltern und der nachfolgenden Vernachlässigung durch seine Verwandten eine exemplarische psychische Entwicklung zu einem reifen Erwachsenen nimmt. Auf der Basis seiner verinnerlichten frühen Mutterliebe erwirbt er dabei über die Identifikation mit seinem Vater und dem väterlichen Freund Dumbledore zunehmend Selbstvertrauen und gewinnt neue Freunde in seiner Peer-Group. Harry durchläuft nach zahlreichen Konflikten und Freundschaften die Phasen der Initiation in die Erwachsenenwelt. Auf der ödipalen Ebene entidealisiert er schließlich seinen Vater und auch Dumbledore. Auch von der Aussicht auf absolute Macht und Überwindung des Todes lässt er sich nicht verführen. Im Finale der Geschichte ist er bereit, sich für seine Freunde zu opfern, und kann so den fragmentierten Voldemort überwinden. Der Zuschauer und Leser kann sich dabei mit Harry identifizieren, eigene Erlebnisse und Konflikte wieder erkennen und sich auf den verschiedenen Ebenen mit den vorgestellten Konfliktlösungsmustern auseinandersetzen. In diesem zeitgenössischen Bildungsroman werden dabei für Jugendliche alterstypisch wichtige interpersonelle und kulturelle Lebensthemen behandelt. Genau dies führt bei den jugendlichen Lesern und Leserinnen zu starker Resonanz und zu identifikatorischen Prozessen und erklärt den großen Erfolg der Harry Potter-Geschichte. Schlagwörter Harry Potter - Entwicklungsroman - PTBS - Identifikationsprozesse - Trauma
This paper analyzes the exemplary mental development that Harry Potter undertakes after the massive traumatic loss of his parents at the early age of 15 months and the following neglect by his relatives until he becomes a mature adult. On the basis of his internalized mothers love and by identification with his father and his paternally friend Dumbledore Harry gains increasing self-confldence and new friends in his peer group in the course of time. After passing numerous conflicts and experiencing friendship Harry reaches the stage of initiation into the world of the adults. On the oedipal level he finally is able to deidealize his father and Dumbledore. And at the end Harry is not seduced by absolute power and the triumph over death itself. On the contrary he is ready to sacrifice himself for his friends and thus can overcome the fragmented Voldemort. Readers can identify with Harry, can recognize their own experiences and conflicts and can deal with the proposed conflict resolution patterns on different levels. This contemporary "Bildungsroman" deals with important typical interpersonal and cultural issues for young people. This is what leads young readers to strong resonance and identification processes and explains the great success of the Harry Potter story. Keywords Harry Potter - PTSD - mental development - trauma - identification processes
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3075
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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