Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3081
Titel: Konzeptuelle Fragen und Behandlungsansätze bei Persönlichkeitsstörungen im Jugendalter
Sonstige Titel: Personality disorders in adolescence: conceptual issues and treatment approaches
Autor(en): Schmeck, Klaus
Erscheinungsdatum: 2008
Zusammenfassung: Ziel dieses Beitrags ist die Auseinandersetzung mit der Frage, ob es gerechtfertigt und sinnvoll ist, die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung bereits im Jugendalter zu stellen. Anhand von Forschungsergebnissen der letzten Jahre kann gezeigt werden, dass sich die Stabilität von grundlegenden Persönlichkeitsmerkmalen in Kindheit und Jugend nur graduell von der Stabilität im Erwachsenenalter unterscheidet. Legt man die diagnostischen Kriterien für Erwachsene zur Erfassung von Persönlichkeitsstörungen zugrunde,finden sich im Jugendalter vergleichbare Prävalenzen, und auch die Stabilität der Diagnose unterscheidet sich kaum zwischen Jugend- und Erwachsenenalter. Von hoher Bedeutung ist, dass nach aktuellen Untersuchungen zum Verlauf von Persönlichkeitsstörungen eine große Zahl von Patienten unter adäquater Behandlung mit spezifischen Therapieverfahren remittiert, so dass ein therapeutischer Nihilismus ebenso wenig angebracht ist wie die hartnäckige Einschätzung von Persönlichkeitsstörungen als lebenslanges Schicksal. Plädiert wird daher für eine frühzeitige und sorgfältige Diagnostik, damit Behandlungsverfahren wie die Dialektisch-Behaviorale Therapie DBT, die Übertragungsfokussierte Psychotherapie TFP, die Mentalisierungsgestützte Therapie MBT oder die Schemafokussierte Therapie SFT, welche sich bei Erwachsenen als wirksam erwiesen haben, auch für das Jugendalter adaptiert und in ihrer Wirksamkeit überprüft werden können, um sie zum Wohle der Jugendlichen mit Persönlichkeitsstörungen einzusetzen, damit eine Chronifizierung der Störung so weit wie möglich verhindert werden kann. Schlagwörter Persönlichkeitsstörungen - Adoleszenz - Stabilität - Diagnostik - Behandlungsverfahren
Objective of this paper is to search for answers for the question if it is justified to use the diagnosis of personality disorder already in adolescence. Recent research data confirm that the stability of basic personality traits is only gradually lower in adolescence compared to adulthood. Using the diagnostic criteria of adults there is not much of a difference concerning prevalence rate and stability in adolescence and adulthood. Meta-analyses reveal that patients with personality disorders can successfully be treated with specalized treatment programs so that personality disorders should not be viewed as life-course persistent. It is argued that an early assessment with standardized procedures can help to identify adolescents with personality disorders so that specialized treatment approaches can be started. In adulthood there is empirical evidence for the use of Dialectical-Behavior Therapy DBT, Transference Focused Psychotherapy TFP, Mentalization-based Therapy MBT and Schema-focused Psychotherapy SFT for the use in patients with personality disorders. These treatment approaches have to be adapted to the special situation of adolescents so that their use can help to prevent these early developing disorders to become chronic. Keywords Personality disorder - adolescence - stability - assessment - treatment approaches
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3081
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

Dateien zu dieser Ressource:
Datei Beschreibung GrößeFormat 
57.20088_3_48415.pdf308,37 kBAdobe PDFÖffnen/Anzeigen


Alle Ressourcen in diesem Repository sind urheberrechtlich geschützt.