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Titel: Bullying im Grundschulalter - Mitschülerrollen und ihre transkontextuelle Stabilität
Sonstige Titel: Bullying in primary school: Participant roles and their stability across contexts
Autor(en): Hörmann, Cathérine
Schäfer, Mechthild
Erscheinungsdatum: 2009
Zusammenfassung: Untersucht man Bullying in Klassen der weiterführenden Schule, identifiziert man ein Gruppenphänomen, bei dem neun von zehn Schülern in distinkten Rollen (als Täter, Assistenten Verstärker, Verteidiger, Außenstehende oder Opfer) involviert sind. Aber findet man diese Rollenrepräsentation schon im Grundschulalter und erweist sich das individuelle Rollenverhalten über verschiedene Kontexte hinweg als stabil? In einer Münchner Grundschule wurden im Rahmen einer Vollerhebung für insgesamt 251 Kinder im Alter zwischen 6 und 10 Jahren (53 % männlich) die Mitschülerrollen beim Bullying erfasst. Für 119 dieser Kinder (58 % männlich) konnte darüber hinaus deren Bullyingrolle in der Hortgruppe identifiziert werden. Dazu wurden standardisierte Einzelinterviews durchgeführt, die auf dem Participant Role Questionnaire (Salmivalli et al., 1996) basierten. Die Existenz distinkter Bullyingrollen kann für das Grundschulalter bestätigt werden, wobei eine hohe Interkorrelation zwischen den pro-aggressiven Bullyingrollen auffällt. Vor allem die Täter- und Opferrolle erweisen sich zwischen den verschiedenen Kontexten als relativ stabil. Eine Analyse der transkontextuellen Verhaltensstabilität nach Jahrgangsstufen deutet dabei auf einen beachtlichen Einfluss kontextueller Merkmale hin: Das Verhalten der Kinder in Bullyingsituationen scheint durch Verhaltensoptionen moderiert zu sein, die ihnen der jeweilige Kontext anbietet. Schlagwörter Bullying - Grundschule - Mitschülerrollen - transkontextuelle Stabilität
When bullying happens in secondary school peer involvement and distinct participant roles for nine of ten children (as bully, assistant, reinforcer, defender, outsider or victim) are well evidenced. However, it is still unclear to what extent this applies to primary school children: How precise do they represent roles and how stable is individual role behavior across different contexts? For all 251 children (53 % male) of a Munich primary school (6 to 10 years, first to fourth grade) Participant Roles in bullying (Salmivalli, Lagerspetz, Björkqvist, Österman, Kaukiainen, 1996) were assessed in standardized interviews. Additionally, for 119 of these children (58 % male) a participant role could be identified in their after school group (Hort). Our findings confirm the existence of distinct participant roles in bullying for primary school children, but a high intercorrelation between the pro-aggressive roles is noticeable. Especially the bully and the victim role turn out to be quite stable across contexts. An analysis by grades suggests a considerable impact of contextual characteristics: children's behavior in bullying situations seems to be affected by the range of behavioral choices the different contexts provide. Keywords bullying - primary school - participant roles - stability across contexts
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3103
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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