Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3131
Titel: Gewalterfahrungen, Erziehung im Elternhaus und Wohlbefinden bei deutschen und türkischen Jugendlichen
Sonstige Titel: Domestic Violence, Parenting Styles and Well-being of German and Turkish Juveniles
Autor(en): Uslucan, Haci-Halil
Erscheinungsdatum: 2009
Zusammenfassung: Die interkulturell vergleichende Studie versucht, den Einfluss elterlicher Gewalterfahrungen und elterlicher Erziehungsstile auf Gewaltbelastungen und auf das Wohlbefinden von Jugendlichen zu identifizieren. Hierzu wurden 304 deutsche und 214 türkische Schüler im Alter von 13 bis 16 Jahren in Berlin mit einem standardisierten Fragebogen in Schulen befragt. Die Ergebnisse zeigen, dass türkische Jugendliche zwar etwas strenger erzogen werden als ihre deutschen Altersgenossen, dieser Unterschied jedoch verschwindet, wenn die Bildungshintergründe der Eltern kontrolliert werden. Als ein robuster Befund lässt sich eine stärkere Forderung nach Ver- haltensdisziplin bei türkischen Eltern feststellen. Darüber hinaus zeigt sich, dass bei der Gewaltbelastung von Jugendlichen Unterschiede in erster Linie bei der Gewaltbilligung und der beobachteten Elterngewalt auftreten. Mit Blick auf die Zusammenhänge von Erziehungsmustern und Gewaltbelastungen lassen sich keine kulturell differenten Richtungen, sondern lediglich Unterschiede in den Intensitäten der abträglichen Auswirkungen gewaltförmiger und strenger Erziehung auf das Wohlbefinden von Jugendlichen ausfindig machen. Das Projekt "Gewalt in Familien türkischer Herkunft" wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Die Daten dieser querschnittlichen Untersuchung sind im Rahmen des längsschnittlich angelegten Projektes erhoben worden. Schlagwörter Häusliche Gewalt - Jugendentwicklung - Wohlbefinden - interkultureller Vergleich
This intercultural comparative study tries to identify the influences of domestic violence and parenting styles on juvenile violence and the well-being of juveniles. To this end, 304 German and 214 Turkish pupils in Berlin at the age of 13 to 16 completed a standardised questionnaire in their schools. The results show that Turkish juveniles report more barsh parenting styles than their German age-mates, but by controlling statistically the educational background of the parents, these differences disappear. Nevertheless, as a stable finding, we can hold that Turkish parents demand from their children a more cultural appropriate and disciplined behaviour. Furthermore, regarding the rates of juvenile violence, the main differences are seen in violence-legitimating attitudes and witnessing parental violence in the Turkish group. Lastly, in the relations between parenting styles and violence, there seems to be no culturally different patterns, but more differences in the intensity of disadvantaging consequences of punishing and barsh parenting on the well-being of juveniles. Keywords domestic violence - youth development - well-being - intercultural study
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3131
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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