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Titel: Jugendhilfe: ambulant und stationär Plädoyer für ein Kontinuum
Sonstige Titel: Child and Youth Care: Ambulant and Non-Ambulant
Autor(en): Knorth, Erik J.
Knot-Dickscheit, Jana
Tausendfreund, Tim
Schulze, Gisels C.
Strijker, Johann
Erscheinungsdatum: 2009
Zusammenfassung: In verschiedenen europäischen Ländern ist in den letzten Jahren deutlich eine Tendenz zur "Ambulantisierung" von Jugendhilfemaßnahmen zu verzeichnen. Die Ambulantisierung in der Jugendhilfe beinhaltet die institutionelle Auslagerung der Unterstützung und Begleitung von Kindern und Jugendlichen sowie ihrer Familien in ihr Lebensumfeld und ihre persönliche Familiensituation. Primäres Ziel ist dabei eine Fremdunterbringung 1 zu vermeiden. Die Ambulantisierung der Jugendhilfe hat ohne Zweifel ihre Verdienste, wirft aber ebenso kritische Fragen auf. So ist die erhöhte Aufmerksamkeit für ambulante Hilfen einhergegangen mit einem Rückgang der verfügbaren Heimplätze und einer geringeren Würdigung der pädagogischen Möglichkeiten einer Fremdunterbringung. Auf Basis eines theoretischen Modells der Familien- und Erziehungshilfen sowie relevanter empirischer Forschungsbefunde wollen wir in diesem Beitrag kritische Bemerkungen zum heutigen Stand der Ambulantisierung von Jugendhilfemaßnahmen treffen. Wir plädieren dafür, die ambulanten und stationären Formen der Kinder- und Jugendhilfe nicht mehr als entgegengesetzte, sondern als ergänzende und miteinander kooperierende Interventionsformen zu sehen: beide gerichtet auf Kinder- und Jugendliche sowie ihre Familien, die Bedarf an einer effektiven und professionellen Hilfe zur Erziehung haben. Schlagwörter Kinder- und Jugendhilfe - Familienhilfe - Hilfeübergänge - Hilfekontinuum
The enhancement of community-based, ambulant care for children with serious behavioural problems (in German: "Ambulantisierung") implies supporting them as long as possible in their own family environment. One tries to avoid an out-of-home placement. This policy, strongly underlined during the last 20 years, shows merits but also raises questions. The mphasis on ambulant care and treatment was coupled with a decline in availability and appreciation of residential childcare services. Based on a theoretical model of family support and relevant empirical findings in the field we plead in favor of a complementary role for ambulatory and non-ambulatory services; both directed at lending professional support to children and families in need of care. Keywords child and youth care - family support - transitions - care continuity
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3136
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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