Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3154
Titel: Terror von außen am Beispiel Spiegelgrund Traumatische Erfahrungen in der Kindheit und deren Folgen
Sonstige Titel: The terror from the outside – Child survivors of the Spiegelgrund Traumatic Experiences in Childhood and their Effects
Autor(en): Brainin, Elisabeth
Teicher, Samy
Erscheinungsdatum: 2009
Zusammenfassung: In einer interdisziplinären Forschungsgruppe hatten Psychoanalytiker die Möglichkeit, mit Überlebenden der Kindereuthanasie einer kinderpsychiatrischen Station (Am Spiegelgrund, Wien) zu sprechen und Interviews zu machen. Diese wurden als psychoanalytische Interviews geführt und anschließend in einer Gruppe diskutiert. Einerseits stand die Verarbeitung der schrecklichen Erlebnisse in der Kindheit der Überlebenden im Mittelpunkt der Untersuchung, andererseits wurden auch die Reaktionen der Forschungsgruppe untersucht. Theoretischer Bezugsrahmen war Anna Freuds Arbeit über Kinder, die im KZ- Theresienstadt inhaftiert gewesen waren: "Gemeinschaftsleben im frühen Kindesalter". Es werden verschiedene Faktoren, die für die Verarbeitung der schrecklichen Erfahrungen dieser Kinder eine Rolle spielten, beschrieben und verschiedene psychoanalytische Traumabegriffe besprochen. Der Begriff Resilienz und seine Attraktivität werden kritisch betrachtet. Die Spiegelgrund-Kinder hatten schon früh Erfahrungen in Institutionen der Sozialverwaltung. In diesen Institutionen wurde auf ihre Entwicklungsbedürfnisse keinerlei Rücksicht genommen. Dies unterscheidet sie von jüdischen überlebenden Kindern. Die Rolle von Objektbeziehung und libidinöser Bindungen wird herausgestrichen. Es handelt sich um bewusstes Material, das von der Gruppe interpretiert wird. Schlagwörter Kinder-Euthanasie im Nationalsozialismus - Spiegelgrund - interdisziplinäre Forschung - Kind-heitstrauma - Psychoanalyse
Survivors of the Spiegelgrund (children's euthanasia programme in Vienna during NationalSocialism) were interviewed. Psychoanalytical interviews were discussed in an interdisciplinary study group. The overcoming and dealing with the terrible past during childhood were discussed as well as the reactions to the interviews of the members of the study group. The theoretical frame was Anna Freud's work on child survivors of the Theresienstadt concentration camp: "An Experiment in Group Upbringing". Different factors for the survival and the working through afterwards are discussed as well as the different psychoanalytical trauma concepts. The concept of Resilience is critically discussed. The former experiences of the children in institutions of the social administration in Austria differ from the experiences of Jewish child survivors. Object relations and libidinal attachment is described. It is mainly conscious material which is interpreted in the group. Keywords Child Euthanasia in National-Socialism - Spiegelgrund - interdisciplinary research - childhood trauma - psychoanalysis
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3154
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

Dateien zu dieser Ressource:
Datei Beschreibung GrößeFormat 
58.20097_5_49158.pdf294,43 kBAdobe PDFÖffnen/Anzeigen


Alle Ressourcen in diesem Repository sind urheberrechtlich geschützt.