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Titel: Psychiatrische Komorbidität und psychosozialer Betreuungsbedarf bei Kindern und Jugendlichen mit anorektalen Malformationen
Sonstige Titel: Comorbidity and Psychosocial Need in Children and Adolescents with Anorectal Malformations
Autor(en): Schmidt, Dominik
Märzheuser, Stefanie
Jenetzky, Ekkehart
Lenz, Klaus
Lehmkuhl, Ulrike
Mau, Harald
Winter, Sibylle
Erscheinungsdatum: 2010
Zusammenfassung: Anorektale Malformationen (ARM) gehören zu den nicht sichtbaren Erkrankungen, die von Beginn des Lebens an bestehen und sofortiger Interventionen bedürfen. Klinische Nachuntersuchungen zeigen, dass die Hälfte der Patienten schwerwiegende Probleme bei der Darmentleerung hat. Eine eingeschränkte Lebensqualität und psychische Problemen wurden belegt. In der vorliegenden Untersuchung wurde die psychiatrische Komorbidität und der psychosoziale Betreuungsbedarf bei Kindern und Jugendlichen mit ARM erstmals im Rahmen einer mehrdimensionalen kinder- und jugendpsychiatrische Diagnostik erfasst. Die Gesamtstichprobe im Screening (N = 30) umfasste 23 Jungen und 7 Mädchen im Alter von 4-17 Jahren. Es erfolgte eine Einteilung anhand der kombinierten Schweregradskala zur Bewertung von somatischen Aspekten sowie zusätzlichen Belastungen. 23 Patienten waren schwer betroffen. Zusätzlich bewerteten 70 % der Familien ihren Gesprächsbedarf als erhöht. Im Rahmen der erweiterten kinder- und jugendpsychiatrische Diagnostik (n = 15) erhielt ein Drittel der Patienten eine internalisierende kinder- und jugendpsychiatrische Diagnose, ein Drittel hatte leichte Schwierigkeiten und ein Drittel hatte keine Probleme. Allen Patienten sollte ein psychologisches Gruppenangebot gemacht werden. Patienten mit erhöhtem somatischen Schweregrad und/oder Gesprächsbedarf sollte eine erweiterte kinder- und jugendpsychiatrische Diagnostik mit Beratung und Behandlungsempfehlung angeboten werden. Durch diese Maßnahmen sollen die Integration und Akzeptanz der Erkrankung unterstützt und durch frühzeitige Intervention psychische Störungen verhindert werden. Schlagwörter anorektale Malformation – psychiatrische Komorbidität – psychosozialer Betreuungsbedarf – Kombinierte Schweregradskala – mehrdimensionale kinder- und jugendpsychiatrische Diagnostik
Anorectal malformations (ARM) are not externally visible and have an uncertain medical course. Only about half of the patients with ARM have satisfactory bowel functions. Studies of ARM have reported reduced quality of life and psychosocial problems in up to 73 % of the patients. The aim of the current study was to document the psychiatric comorbidity and the psychosocial need of patients with ARM in a multidimensional diagnostic for the first time. The screening sample (N = 30) included 23 male and 7 female patients aged 4-17 years. The introduced Comprehensive Grading System with a sophisticated perspective of continence and associated problems showed 23 patients suffering severe burden. 70 % of the families confirmed increased psychosocial need. In the diagnostic one third of the patients had psychiatric diagnoses, one third had mild problems and one third had no difficulties. Therefore, a group program should be offered to all patients. To the patients with severe forms of ARM or with increased psychosocial need, the multidimensional diagnostic program including advices and recommendations should be offered. Psychosocial assistance is important to reinforce acceptance and integration of coping with the illness in one’s life. Early intervention can prevent psychiatric disorders later in life. Keywords anorectal malformations – psychiatric comorbidity – psychosocial need – Comprehensive Grading System – multidimensional psychiatric program
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3183
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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