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Titel: Psychische Belastung bei deutschsprachigen jugendlichen und heranwachsenden Inhaftierten in der Hafteingangssituation
Sonstige Titel: Psychological Distress Among German-Speaking Young Prison Inmates After Imprisonment
Autor(en): Obschonka, Martin
Wams, Martin
Schulte-Markwort, Michael
Barkmann, Claus
Erscheinungsdatum: 2010
Zusammenfassung: Ziel der vorliegenden Arbeit war es, das Ausmaß psychischer Belastungen bei männlichen jugendlichen und heranwachsenden Inhaftierten in den ersten zwei Wochen der Haft zu untersuchen. Zudem sollten der psychosoziale Lebenshintergrund vor der Inhaftierung und Risikofaktoren für die psychische Belastung erfasst werden. Anhand von N = 180 neu Inhaftierten wurden Daten zur psychischen Belastung mittels der SCL-90-R sowie zum soziodemographischen, forensischen, drogen- und krankenanamnestischen Hintergrund mittels eines Basisdokumentationsbogens erhoben. Gut zwei Drittel der Untersuchten (69,4 %) zeigten psychische Gesamtbelastungen von klinisch relevantem Ausmaß. Die Probanden wiesen zudem in weiteren Bereichen psychosozialer Auffälligkeiten wie z. B. häufiger Drogenkonsum oder Schulprobleme hohe Werte auf. In Bezug auf Risikofaktoren für psychische (Hoch-)Belastung wurden anhand multipler linearer und logistischer Regressionsanalysen psychische Störung bei Eltern oder Geschwistern, ausländische Staatsanghörigkeit und somatische Erkrankung als relevante Faktoren identifiziert. Die Ergebnisse belegen einen hohen Bedarf an zielgerichteter klinischer Betreuung für jugendliche und heranwachsende Inhaftierte in der Hafteingangsituation. Schlagwörter psychische Belastungen – jugendliche und heranwachsende Inhaftierte – forensische Psychiatrie – Epidemiologie – Risikofaktoren
The objective of the present study was to examine psychological distress among adolescent and young adult prisoners within the first two weeks of imprisonment. In addition, their psychosocial background was explored. A total sample of N = 180 newly imprisoned males was investigated with regard to psychosocial distress, medical history, drug use, as well as socioeconomic and forensic background. Data were collected using the SCL-90-R and a standardized clinical documentation. The prevalence of cases with clinical relevant levels of psychological distress (clinical case) was high (69,4 %). Many probands showed a remarkable history of drug use, delinquency, and other problem behavior prior to the imprisonment. Multiple regression and logistic regression analyses revealed that mental disorders of parents or siblings, foreign nationality, and somatic diseases were risk factors for psychological distress. The results underscore the need for improved clinical care in terms of psycho diagnostics, prevention, and intervention. Keywords psychological distress – young prison inmates – adolescence – forensic psychiatry – epidemiology
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3188
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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