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Titel: Ärgerintensität und Ärgerausdruck infolge zugeschriebener Verantwortlichkeit für eine Anspruchsverletzung
Autor(en): Schmitt, Manfred
Hoser, Karin
Schwenkmezger, Peter
Erscheinungsdatum: 1991
Serie/Report Nr.: Berichte aus der Arbeitsgruppe "Verantwortung, Gerechtigkeit, Moral"; 061
Zusammenfassung: An 120 Probanden wurde die Hypothese überprüft, daß die Verletzung eines Anspruchs um so mehr Ärger erzeugt, je mehr Verantwortlichkeit dem Schädiger für seine Tat unterstellt werden kann. Für drei alltägliche Ärgernisse (z.B. Behinderung im Straßenverkehr) wurden je sechs Varianten mit unterschiedlicher Verantwortlichkeit konstruiert. Dazu wurde auf die Kriterien des psychologischen Handlungsbegriffs (z.B. Wahlfreiheit) zurückgegriffen. Je 20 Probanden wurden drei Situationen der gleichen Verantwortlichkeitsstufe vorgelegt. Als abhängige Variable wurden der Zustandsärger sowie die Ärgerausdrucksformen "Anger Out", "Anger In" und "Anger Control" erhoben. Wie erwartet stiegen bei Kontrolle der dispositionellen Ärgerneigung sowohl der aktuell empfundene Ärger als auch die Bereitschaft, ihn offen auszudrücken, mit zunehmender Verantwortlichkeit an. Gleichzeitig nahm die Tendenz, Ärger zu kontrollieren, ab. Die Ergebnisse zu den Ausdrucksformen verweisen auf die soziale Normierung der Emotion Ärger und auf die starke Situationsabhängigkeit dieser ursprünglich als stabile Eigenschaften konzipierten Variablen.
Anger about the violation of a legitimate claim was assumed to depend on how much responsibility can be attributed to the harmdoer. This hypothesis was tested experi-mentally (N=120). Drawing upon constituents of the action concept (e.g. free will), three everyday situations (e.g. being obstructed while driving) were varied with re-gard to responsibility. Twenty subjects each were asked to imagine the three situations from one of the six levels of responsibility and to indicate how angry they would feel. In addition to State anger, anger in, anger out, and anger control were as-sessed. When trait anger was controlled for, State anger as well as anger out increased as a function of the harmdoer's responsibility, whereas anger control decreased. These results were in line with theoretical expectations. They evidence that the expression of anger is submit to social norms and depends largely on the Situation. This finding complements original assumptions on the trait like nature of anger in, anger out, and anger control.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/320
Enthalten in den Sammlungen:Berichte der Arbeitsgruppe "Verantwortung, Gerechtigkeit, Moral"
PsyDok

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