Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3223
Titel: Editorial
Erscheinungsdatum: 2010
Zusammenfassung: Die fünfjährige Andrea springt kreischend auf die Couch im Wohnzimmer, hüpft darauf auf und ab und schreit mit Inbrunst „Monster!!!“. Ihr folgt die vierjährige Camilla mit ihrem jüngeren Bruder Anton im Schlepptau, der noch nicht ganz versteht, was hier gespielt wird, aber an dem turbulenten Spiel der Mädchen gerne teilhat. Immer wieder wagt sich das eine oder andere der Kinder von der erhobenen Sicherheit des Sofas herunter, zieht sich aber nach kurzer Zeit wieder auf die Couch zurück. Begleitet werden diese heroischen Vorstöße von aufgeregten Kommentaren zum imaginären Untier … das bald in Richtung Küche und Kinderzimmer gesichtet wird und die ganze Bande tobt hinterher … Szenen wie diese lassen sich jeden Tag in Familie und Kindergarten beobachten. Was erfahren die Kinder dabei mit allen Sinnen? Dass man sich zu mehreren hoch auf dem Sofa sicherer fühlt? Sicher. Dass bei der Bekämpfung des Ungeheuers der Rückhalt der anderen gut tut? Natürlich auch das. Am wichtigsten ist aber wohl, dass die Kinder „Monster- Spielen“ aufregend finden, dass es ihnen Spaß macht, auf diese Weise mit der eigenen Furcht zu „spielen“ und zusammen mit den anderen auszuprobieren, wie sie ihre Aufregung modulieren können und dies am Beispiel der vorgestellten Angst durchführen. Aus entwicklungspsychologischer Sicht bilden diese Spielerfahrungen eine von vielen Lektionen auf dem langen Weg zu den sozialen und emotionalen Kompetenzen.
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3223
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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