Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3242
Titel: Perinatales Präventionsnetz für psychisch belastete und jugendliche Mütter
Sonstige Titel: Perinatal Prevention Network for Mentally Burdened and Adolescent Mothers
Autor(en): Hornstein, Christiane
Trautmann-Villalba, Patricia
Wild, Elke
Baranski, Natalie
Wunderlich, Regina
Schwarz, Markus
Erscheinungsdatum: 2010
Zusammenfassung: Psychische Erkrankungen in der Schwangerschaft und nach der Geburt sowie psychische Belastungen von jungen Müttern sind als Risikofaktoren für das Kindeswohl bekannt, werden aber in ihrer Häufigkeit und Tragweite oft unterschätzt. Postpartale psychische Erkrankungen treffen Mütter in allen Bevölkerungsschichten, sie sind in hohem Maße stigmatisierend und bleiben daher oft unerkannt und unbehandelt. Die betroffenen Frauen ziehen sich aus Scham, Angst und Schuldgefühlen zurück, sind mit Therapiemaßnahmen schwer zu erreichen und verschließen sich Unterstützungsangeboten zum Kindeswohl. Das multiprofessionelle Kompetenznetz „Hand in Hand“ im Rhein-Neckar-Kreis verbindet durch die systematische Koordinierung von vorhandenen strukturellen und personellen Ressourcen der Gesundheits- und Jugendhilfe den Schutz des Kindeswohls mit dem Schutz der psychischen Gesundheit von Müttern. Das Vorhaben beinhaltet die Identifizierung familiärer Risikokonstellationen bei der Geburt eines Kindes (generelles Screening), die erhöhte Achtsamkeit derjenigen Berufsgruppen, die in der Postpartalzeit Mütter mit Säuglingen betreuen sowie die Einleitung von niederschwelligen Behandlungs- und Unterstützungsangeboten (indizierte Prävention). In dem Beitrag wird das Netzwerk mit den drei Schwerpunkten: Entstigmatisierung, Instruktion von Netzwerkakteuren und Interventionsangebote für die betroffenen Familien unter besonderer Berücksichtigung von Schnittstellenproblemen in der Implementierungsphase beschrieben. Schlagwörter Prävention – postpartale psychische Erkrankung – Kindeswohl – jugendliche Mütter – Vernetzung
Psychiatric disorder in pregnancy and after child birth as well as psychological distress are well known factors that put child wellbeing at risk. They are, however, often estimated as less frequent and less severe then they occur. Postpartum psychiatric disorder meets mothers of all social classes, they are highly stigmatized, therefore often disregarded and remain undetected. The affected mothers socially withdraw themselves due to feelings of shame, fear and guilt. They cut themselves off from psychiatric treatment and from support by child welfare institutions. The regional network „Hand in Hand“ in the Rhine-Neckar-area consisting of psychiatrists, psychotherapists, gynaecologists, paediatricians, social workers and midwives uses and connects the resources available in public health and youth aid to support both the child wellbeing as well as the mental health of mothers. Our program begins by identifying risk factors for mothers’ postpartum disorders and continues by increasing awareness with the previous named professional groups, so that they act promptly and offer treatment and support. The following paper describes our network activities emphasizing anti-stigma, instruction of professionals and intervention with affected families. Prax. Kinderpsychol. Kinderpsychiat. 59/2010, 704-715 Keywords prevention – postpartum mental illness – child welfare – adolescent mothers – network
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3242
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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