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Titel: Hamburger Modellprojekt für sexuell auffällige Minderjährige: Kooperationsstrukturen von Hamburger Institutionen
Autor(en): Spehr, Aranke
Driemeyer, Wiebke
Briken, Peer
Erscheinungsdatum: 2010
Zusammenfassung: Bei sexuell auffälligem Verhalten von Kindern und Jugendlichen sind Kooperationen zwischen den Institutionen des Hilfesystems notwendig, um zukünftigen Übergriffe präventiv entgegen zu wirken. Im Rahmen des Hamburger Modellprojektes für sexuell auffällige Minderjährige wurden die bestehenden fallunabhängigen Kooperationsstrukturen in Hamburg zum Projektbeginn erhoben. Die Zusammenstellung der Stichprobe ergab eine visuelle Darstellung der Kooperationsstrukturen zwischen Institutionen, die mit sexuell auffälligen Minderjährigen zu tun haben oder haben könnten. Die Auswertung von 147 Online-Fragebögen mit quantitativen und qualitativen Fragen zeigte ein flächendeckendes, ressourcenstarkes System, aber nur wenige fallunabhängige Kooperationen. Die durchschnittliche Beurteilung kennzeichnete die Freien Träger und die Polizei als Gruppen mit der besten Gesamtbeurteilung. Erfragte Hintergründe und Anliegen der Kooperationen bildeten den Bedarf an spezialisierter Abklärung und Diagnostik ab. Positiv bewertet wurde v. a. die zügige Bearbeitung, zeitnahes Handeln, unbürokratischer Ablauf und Erreichbarkeit. Zu den negativen Punkten gehörte in erster Linie Nicht-Handeln, Bagatellisieren und Kapazitätsmängel. Durch Fortbildung von Fachkräften an Schulen und Einrichtung der öffentlichen und freien Jugendhilfe können Informationsstände verbessert und das Interventionsangebot spezifisch ausgebaut werden. Schlagwörter Kooperation – sexuell grenzverletzende Kinder und Jugendliche – junge Sexualstraftäter – Modellprojekt – Jugendhilfe
When children and adolescents show deviant sexual behavior, co-operation between institutions of the youth welfare service is necessary in order to prevent further assaults. As a part of the Hamburg model project for minors who are at risk for sexual offending we evaluated the existing case-unspecific co-operation between the city’s institutions. Selection of the sample resulted in a diagram of co-operation between institutions that have or might have contact to sexual deviant children or juveniles. By analyzing 147 online-surveys, comprising quantitative as well as qualitative questions, revealed a comprehensive system rich in resources but only little case-unspecific cooperation. Highest average rating in co-operation was given to the non-governmental institutions and the police. The inquiry of reasons for the co-operation indicated a demand for specialized diagnostics and advice. Positively evaluated were an efficient and fast processing, an unbureaucratic handling of the case and constant availability. Pointed out negatively were “not-reacting”, trivializing and a lack of capacities. In order to improve the level of information and the range of intervention programs, training of professionals in school and the youth welfare service is needed. Keywords co-operation, sexual offending children, juvenile sexual offenders, model project, youth welfare
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3250
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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