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Titel: Jugendhilfe und Therapie: Effekte aus kombinierten Maßnahmen in der Gegenüberstellung mit Hilfen ohne Therapieangebot
Sonstige Titel: Youth Welfare and Therapy: Effects of Youth Welfare Alone and Youth Welfare Combined with Additional Therapy
Autor(en): Büttner, Peter
Rücker, Stefan
Petermann, Ulrike
Petermann, Franz
Erscheinungsdatum: 2011
Zusammenfassung: Die Prävalenz psychischer Störungen liegt im Kindes- und Jugendalter bei 17 %. Im Vergleich dazu liegt die Rate in der Jugendhilfe deutlich höher: 60 bis 80 % der Kinder in teil- und vollstationären Erziehungshilfen erfüllen die Kriterien einer ICD-10-Diagnose. Obwohl wirksame psychotherapeutische Behandlungsverfahren vorliegen, erhält nur ein geringer Teil der betroffenen Kinder ein solches Angebot. Es wird geprüft, ob die Bereitstellung eines Therapieangebots die Wirksamkeit teilstationärer Erziehungshilfen verbessert. Zur Beantwortung der Frage findet ein Vergleich mit Tagesgruppen in der Jugendhilfe statt. Ein Sample aus N = 89 Familien erhielt durchschnittlich zwei Jahre teilstationäre Jugendhilfe. Um die Wirksamkeit der Kombination aus Jugendhilfe und Therapie zu überprüfen, wurden die indikationsbildenden Problembereiche am Hilfebeginn und -ende erfasst und in einem Prä-Post-Vergleich gegenübergestellt. Auf Effektstärkenebene bilden sich kleine Vorteile für die kombinierte Maßnahme ab. Am Ende der Jugendhilfe weist die Gruppe mit zusätzlicher therapeutischer Begleitung weniger Belastung durch Risikofaktoren auf. Kombinierte Maßnahmen erweisen sich auch langfristig überlegen; nur wenige Familien benötigen Anschlusshilfen. Insgesamt lässt sich für die Maßnahme mit zusätzlichem Therapieangebot eine bessere Wirksamkeit nachweisen, obwohl der Unterschied aufgrund der Wirksamkeit der Tagesgruppen nicht so deutlich ausfiel, wie erwartet. Schlagwörter Jugendhilfe – Therapie – Prävalenz – Wirksamkeit – Effektivitätsstudie
Around 17 % of children and adolescents suffer from some form of psychological disorder. Compared to this rate, the prevalence among families seeking youth welfare assistance is substantially higher: 60 to 80 % of children in day care and residential educational settings meet the criteria of an ICD-10-diagnosis. While effective psychotherapeutic interventions are available, only a fraction of those children affected receive such help. This study assesses whether the effectiveness of educational day care support can be increased by offering additional treatment. To this end, 89 families were assessed who received an average of two years of day care assistance. One group (n = 23) received additional therapeutic treatment. In order to assess the effectiveness of combined youth welfare and therapeutic intervention, indicative problem areas were evaluated using a pre-post-design. Effect measures indicate small advantages of the combined treatment. The group receiving additional therapeutic treatment suffered from fewer risk factors. They also showed some long term effects and fewer families needed follow-up support. Overall, combined treatment was more effective. However, differences between the two groups were less pronounced than expected, due to the effectiveness of day care groups. Keywords youth welfare – therapy – prevalence – efficacy – effectiveness study
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3271
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

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