Bitte benutzen Sie diese Kennung, um auf die Ressource zu verweisen: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3295
Titel: Resilienz, Kohärenz und Stresserleben in Familien intellektuell behinderter Kinder
Sonstige Titel: Resilience, Coherence and Stress in Families of Children with Intellectual Disabilities
Autor(en): Doege, Daniela
Aschenbrenner, Regina M.
Nassal, Angela
Holtz, Karl-Ludwig
Retzlaff, Rüdiger
Erscheinungsdatum: 2011
Zusammenfassung: Die vorliegende Studie befasst sich mit Resilienzfaktoren, die sich in Familien von Kindern mit einer intellektuellen Behinderung positiv auf die Anpassung an potenzielle Stressoren auswirken. Untersucht wurden 327 Familien, die Fragebögen zur Erfassung des Familien-Kohärenzgefühls, der Familienfunktionen, des Stresserlebens und des Bewältigungsverhaltens erhielten.Außerdem wurden das Ausmaß der praktischen, kognitiven und sozialen Kompetenzen der Kinder und deren Verhaltensauffälligkeiten erfasst. Zur Prüfung der Beziehung zwischen diesen Faktoren wurde ein Strukturgleichungsmodell konstruiert und evaluiert. Die Ergebnisse zeigen, dass bei den Elternpaaren und bei gesonderter Betrachtung der Mütter die Familienkohärenz und die Kompetenzen des Kindes signifikante Varianzanteile des Stresserlebens erklären konnten, während bei den Vätern die Familienfunktionen bedeutsamer waren als die Familienkohärenz. Zur Ermittlung von Hinweisen für Beratungsbedarf wurden in weiteren Analysen Moderatoreffekte der Familienstruktur, des Geschlechts und der Kompetenzen des Kindes untersucht. Das Ausmaß der kindlichen Kompetenzen erwies sich als Moderator der Beziehung zwischen Stresserleben und Familienfunktionen bzw. Intensivierung der Partnerschaft im Sinne eines Copingverhaltens. Die Studie bestätigt die Bedeutung familienbezogener Variablen für die Adaptation an die intellektuelle Behinderung eines Kindes. Schlagwörter Resilienz – Familien-Kohärenzgefühl – intellektuelle Behinderung – systemische Therapie
This study addresses factors accounting for resilience in the face of adversity and ongoing stress in families of children with intellectual disabilities. 327 families were examined. Measures of family sense of coherence (FSOC), family functioning, stress and coping behaviors were administered. Additionally, measures of the children’s level of practical, cognitive and social competencies, as well as problem behaviors were applied. Structural equation modeling was used to examine the relationship between FSOC, family functioning and children’s competencies on the one side and parental stress on the other side. Results showed that for the parental couples, as well as for the mothers when regarded separately, FSOC and level of children’s competencies were significant predictors of stress. For the fathers, family functioning was a better predictor of stress than family coherence. In order to identify differential indications for counseling practice, moderating effects of family structure, sex and level of the children’s competencies were examined. Children’s level of practical, social and cognitive competencies emerged as moderator of the relation between stress and family functioning or intensifying of the parents’ relationship as a coping behavior. This study demonstrates the significance of family-related variables in the adaptation to living with a child with an intellectual disability. Keywords resilience – family sense of coherence – intellectual disability – systemic therapy
URI: http://hdl.handle.net/20.500.11780/3295
ISSN: 0032-7034
Enthalten in den Sammlungen:Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie

Dateien zu dieser Ressource:
Datei Beschreibung GrößeFormat 
60.20117_3_52176.pdf489,9 kBAdobe PDFÖffnen/Anzeigen


Alle Ressourcen in diesem Repository sind urheberrechtlich geschützt.